Aus den Vereinen: "SV Haldern kann stolz sein"
VON VOLKER HIMMELBERG - zuletzt aktualisiert: 03.10.2011Mit viel Herzblut und enormer Eigenleistung hat sich der Dorfverein seinen Traum vom dritten Rasenplatz erfüllt. Gestern wurde das neue Schmuckstück im Lindenstadion feierlich eröffnet.
Es ist geschafft. Für den SV Haldern ist spätestens gestern ein Traum Wirklichkeit geworden. "Ein unglaubliches Stück Vereinsgeschichte kann in die Bücher geschrieben werden", sagte Vorsitzender Heinz Ruitter bei der Einweihung des dritten Rasenplatzes. Vor vier Jahren hatte der Verein die "Aktion Platznot" gestartet. Seitdem hatte sich nahezu das gesamte Dorf dafür eingesetzt, das Lindenstadion um eine dritte Anlage vergrößern zu können.
Einige Nachwuchskicker bedankten sich bei drei Männern, die im Hintergrund einen Großteil der Arbeit geleistet hatten, mit einem großen Transparent mit der Aufschrift: "Wir sagen DANKE an: Dietmar, Thorsten, Udo." Gemeint sind Thorsten Diebels, Dietmar Abel und Udo Heister. Das fachlich versierte Trio hatte die Bauleitung übernommen und sämtliche Abläufe koordiniert. Stellvertretender Vorsitzender Werner Syberg vergaß auch seinen Vorstandskollegen nicht: "Ohne Heinz Ruitter wäre dieses Projekt wahrscheinlich nie realisiert worden. Er möchte nie im Mittelpunkt stehen. Ich habe größten Respekt vor deiner Arbeit."
Der Männerchor
Großen Anteil an der gelungenen Eröffnungsfeier hatte gestern auch der Halderner Männerchor. Zunächst sorgten die Sänger mit einigen Heimatliedern während des Festakts für Abwechslung.
Im Lauf des Tages präsentierten sie bekannte Fußball-Lieder – zur Freude vor allem der Halderner "Veteranen".
Gute Figur in Anzug und Trikot
In doppelter Hinsicht war bei der gestrigen Feier auch der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers mit von der Partie. Zunächst einmal überzeugte er als Redner: "Das ganze Dorf hat jahrelang auf diesen Moment hingearbeitet. Der SV Haldern und die Bevölkerung können stolz auf diesen Platz sein." Etwas später tauschte der erste Bürger der Stadt seinen Anzug mit der Fußball-Ausrüstung. Der langjährige Libero des SV Bislich gehörte ebenso wie der ehemalige Nationalspieler Franz-Josef "Jupp" Tenhagen zur Oldie-Auswahl, die zur Feier des Tages gegen die Halderner Aufstiegs-Mannschaft aus dem Jahr 1991 antrat.
Zuvor hatten Diakon Bernhard Herbst und Pfarrer Hans-Gert Spörkel die Einweihung vorgenommen. Letzterer hatte von "magischen Momenten" im Fußball gesprochen und sich dabei als Schalke-Fan geoutet. Erinnerungen wurden bei Karl-Heinz Glaser wach, der gestern beim Prominenten-Kick als Schiedsrichter im Einsatz war: "Ich war schon 1968 bei der Einweihung des Lindenstadions als Linienrichter dabei. Damals war aber noch viel mehr los, weil Schalke 04 das Eröffnungsspiel gegen NEC Nimwegen bestritt."
Einziger Wermutstropfen des Halderner Feiertages: Die erste Mannschaft kassierte anschließend auf dem Hauptplatz ihre erste Saisonniederlage. Und die fiel mit einem 2:5 gegen den "Spielverderber" DJK Lowick auch noch ziemlich heftig aus.
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