Fußball: SV Rees: Nur ein Sieg zählt
VON VOLKER HIMMELBERG - zuletzt aktualisiert: 18.10.2007Mit einem Erfolg beim Tabellenletzten DJK 97 Bocholt II können die Grün-Weißen heute Abend den Anschluss zur Spitzengruppe der Kreisliga A herstellen. Leitwolf Thorsten Joris ist wieder dabei.
Der überraschenden 1:3-Niederlage im Pokalspiel beim B-Ligisten TuS Drevenack zum Trotz – zumindest in einer Hinsicht war Freddy Kastein, Trainer des Fußball-A-Ligisten SV Rees, am Sonntag stolz auf seine Mannschaft. „Wir haben schlecht gespielt und verdient verloren. Aber nach der Pause hat sich der Gastgeber hinter dem Rücken des Schiedsrichters einige Sachen erlaubt, die nichts mit Fußball zu tun hatten. Da bin ich einfach nur froh, dass ich Spieler habe, die sich sportlich benehmen können“, meinte der Coach im Rückblick.
Abgeschlagenes Schlusslicht
Bangen um Eyting
Der Einsatz von Jan-Peter Eyting ist äußerst fraglich. Denn der Angreifer, der an einer schweren Fußprellung laboriert, hatte sich am Sonntag in Drevenack dennoch einwechseln lassen, um dem Spiel vielleicht noch einmal eine Wende geben zu können. Dabei brach die Verletzung allerdings wieder auf.
Dennoch: Etwas mehr Zähne zeigen dürfen die Grün-Weißen heute Abend schon, wenn um 19 Uhr die vorgezogene Meisterschaftspartie bei der DJK 97 Bocholt II angepfiffen wird. Da trifft es sich gut, dass der Leitwolf der jungen Mannschaft wieder dabei ist. Abwehrchef Thorsten Joris, mit 31 Jahren mit Abstand ältester Feldspieler der Grün-Weißen, soll seinen Teil dazu beitragen, dass der Pflichtsieg beim abgeschlagenen Schlusslicht eingefahren wird.
Auch für Kastein kommt alles andere als ein Dreier nicht in Frage: „Es spielt ein Bezirksliga-Absteiger bei einer Mannschaft, die in der A-Liga erst einen Punkt geholt hat. Da erübrigt sich jede Diskussion darüber, ob man eventuell auch mit einem Unentschieden zufrieden sein kann.“ Zumal sich der SV Rees die willkommene Gelegenheit nicht entgehen lassen möchte, den Kontakt zur Spitzengruppe herzustellen. Die Kastein-Schützlinge können sich heute zumindest schon einmal auf Platz fünf verbessern – Voraussetzung ist ein Sieg mit drei Toren Differenz.
In diesem Fall hätte die Mannschaft außerdem nur noch vier Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten Westfalia Anholt, der seinerseits schon ein Spiel mehr ausgetragen hat. Doch diese Rechenspiele interessieren Freddy Kastein vor dem Anpfiff nur am Rande: „In Drevenack sind wir anfänglich etwas überheblich aufgetreten und sind dafür bestraft worden. Wenn wir diesen Fehler nicht noch einmal machen, werden wir auch als Sieger den Platz verlassen.“
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