Viel Pech in allerletzter Minute
VON VOLKER HIMMELBERG - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012Handball-Bezirksligist HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg musste am Samstag eine unnötige 22:23-Niederlage beim MTV Dinslaken III hinnehmen. Kurz vor Schluss erkannten die Schiedsrichter zwei Treffer der Gäste nicht an.
Die Schermbecker Schiedsrichter Jürgen Hüttemann und Ingo Eich hatten am Samstag kein Einsehen mit dem Handball-Bezirksligisten HSG Haldern /Mehrhoog / Isselburg. Zweimal bejubelten die Gäste in der letzten Minute des Spiels beim MTV Dinslaken III den vermeintlichen Ausgleich – in beiden Fällen verweigerten die Unparteiischen den Treffern die Anerkennung. So blieb's am Ende bei einer völlig unnötigen 22:23 (12:12)-Niederlage.
Auszeit kam etwas zu früh
Zunächst hatte HSG-Trainer Rolf Paschmann 30 Sekunden vor Schluss etwas zu früh die grüne Karte auf den Tisch des Zeitnehmers gelegt, um eine Auszeit zu nehmen – nämlich genau in dem Moment, als Kreisläufer Frank Nehling ein Zuspiel von Klaus Buil verwertete. Zwei Sekunden vor dem Ende bekam die HSG noch einen Freiwurf zugesprochen. Klaus Buil beförderte den Ball ins gegnerische Tor – doch nach Meinung der Referees war bereits das Schluss-Signal ertönt. "In der letzten Minute hat sich alles gegen uns verschworen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir uns diese Niederlage selbst zuschreiben müssen", meinte Paschmann nach der Begegnung.
Die Aufstellung
Handball-Bezirksligist HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg trat am Samstag in Dinslaken in folgender Formation an:
Jörg Böwing, Daniel Kniest – Andre Giesbers (2), Klaus Buil (7), Sven Buil (5), Philipp Marks, Frank Nehling (3), Mauryn Nehling (3), Fabian Hoffmann (2), Jan Schneider, Maik Müller, Nils Peters, Markus Fischer und Tobias Lonscher.
Eine Woche nach dem überraschenden 33:25-Erfolg gegen die Moerser Adler II erwischte die HSG-Auswahl zunächst auch in Dinslaken einen glänzenden Start. Die Gäste rissen das Geschehen sofort an sich und führten nach zwei Minuten bereits mit 3:0. Prompt schlich sich Überheblichkeit in die Aktionen der Paschmann-Schützlinge ein. "Wir haben vorübergehend das Handballspielen eingestellt", bemängelte der Coach.
Folgerichtig erzielte die routinierte Mannschaft des Gastgebers fünf Treffer in Folge und verschaffte sich eine 5:3-Führung. Fortan sahen die Zuschauer in der Dinslakener Douvermann-Sporthalle einen offenen Schlagabtausch. Die HSG sollte sich noch eine zweite Schwächephase erlauben, die zur Niederlage führte. In der 46. Minute stand's noch 18:18 – danach zog der MTV Dinslaken III mit vier Toren in Serie auf 22:18 davon. "Davon haben wir uns nicht mehr erholt. Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir noch an der nötigen Konstanz arbeiten müssen", sagte der Trainer.
Die HSG Haldern / Mehrhoog /Isselburg hat jetzt 14:12-Punkte auf ihrem Konto und ist auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen. Verfolger TV Jahn Hiesfeld III behauptete sich gestern mit 26:24 gegen BW Dingden und hat jetzt 15:11-Zähler auf seinem Konto. Am kommenden Samstag tritt die HSG in der Isselburger Halle am Stromberg ab 18 Uhr gegen die HSG Wesel II an.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum