Fußball: Vizemeister RSV Praest
VON FLORIAN THUIS - zuletzt aktualisiert: 28.04.2008Der Bezirksliga-Tabellenzweite hatte beim 1:0-Erfolg gegen den SV Grieth das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Youngster Sezgin Baran schoss bereits in der 19. Minute das Tor des Tages.
Wer sich gestern auf den Weg zum Volksbank-Stadion nach Praest gemacht hatte, verbrachte einen unterhaltsamen Nachmittag. Eine tolle Partie, einen Comedy-reifen Schiedsrichter, der die Lacher mit seinen Sprüchen auf seiner Seite hatte, und herrliches Wetter – die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Die Fans der Gelb-Schwarzen durften am Ende auch noch einen 1:0 (1:0)-Erfolg des Gastgebers gegen den SV Grieth bejubeln – dem RSV Praest dürfte damit die Vizemeisterschaft in der Fußball-Bezirksliga kaum noch zu nehmen sein.
In der Anfangsphase hatte der Neuling aus Grieth mehr vom Spiel und hätte durchaus in Führung gehen können. Die besten Gelegenheiteb der Gäste vergab Stürmer Kai Esser, der in der 16. Minute nach Vorarbeit von Nils Reck das Ziel knapp verfehlte. 60 Sekunden später schoss Esser den auf der Linie stehenden RSV-Kapitän Frank Böcker an.
Spielerwechsel
Spielertrainer Roland Kock, der sich wenig später die Gelbe Karte abholen durfte, hatte sich in der 61. Minute für Marcel Wolters eingewechselt.
In der 70. Minute kam Roman Mischel für Fabian Hesse, Routinier Nico Epping durfte ab der Minute für den Torschützen Sezgin Baran ran.
Dann wie aus heiterem Himmel die Führung für die Gelb-Schwarzen. Nachdem die Defensive der Gäste bei einem Flugball am eigenen Strafraum (!) auf Abseits spielte, blieb die Pfeife von Referee Hayrettin Urtenur aus Duisburg zu Recht stumm. Sezgin Baran bedankte sich und ließ dem Griether Schlussmann Sascha Horsmann mit einem platzierten Schuss in den Winkel keine Chance.
Schlag auf Schlag ging es in der unterhaltsamen Partie weiter. Zwei Zeigerumdrehungen nach der Führung scheiterte Gästespielmacher Andre Reichelt mit einem Gewaltschuss an Steffen Nüßmann, der den Ball mit einem Reflex aus dem Winkel fischte. Der RSV-Keeper musste anschließend auch nach einem Kopfball von Sebastian Brüschke sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern.
Vöckel traf nur die Latte
Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel. Grieth hatte die deutlich besseren Chancen, traf aber das Tor einfach nicht. Pech hatte Torjäger Torsten Vöckel, der in der 62. Minute mit einem Distanzschuss nur die Latte traf. Freude kam dann in der 70. Spielminute auf. Nachdem Roland Kock nach einem Freistoß zu früh aus der Mauer gestartet war, gab Referee Urtenur folgerichtig Gelb und konnte sich folgenden Spruch nicht verkneifen: „Ach Roland, ich wollte dir in meiner Laufbahn immer schon mal die Gelbe Karte zeigen.“
In der Nachspielzeit bot sich Jens Ricken noch die große Chance zum zweiten Praester Treffer – doch es blieb beim etwas schmeichelhaften 1:0 des künftigen Vizemeisters.
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