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Fußball: Vom Zebra zum Fohlen

VON DENNIS GOLLASCH - zuletzt aktualisiert: 28.01.2012

Der Millinger Marvin Tenbült wechselt zu Borussia Mönchengladbach. Tritt er in die Fußstapfen der Ex-Profis Jupp Tenhagen und Werner Buttgereit, die ebenfalls bei der Fortuna das Fußballspiel erlernten?

Der 13-jährige Marvin Tenbült geht in seiner noch jungen fußballerischen Laufbahn den nächsten Schritt. Nachdem er in den letzten beiden Spielzeiten für den MSV Duisburg die Fußballschuhe schnürte, wird er in der kommenden Saison für die Jugend von Borussia Mönchengladbach auflaufen. Vater Christoph Tenbült freut sich auf die neue Herausforderung seines Sohnes: "Welcher Vater wäre nicht stolz auf seinen Sohn?"

Herzliche Atmosphäre

Seine ersten Schritte machte das Talent bei der heimischen Fortuna. Seine Mutter Ilona Tenbült berichtet: "Schon damals sagten viele, dass Marvin mit einem Ball geboren sein musste." Nachdem er in Millingen und beim SV Vrasselt in der Leistungsklasse auf sich aufmerksam machen konnte, klopfte der MSV Duisburg bei den Tenbülts an, um um den jungen Kicker zu buhlen. Aufgefallen war er bei einem Spiel der Kreisauswahl gegen seinen dann neuen Verein.

Dort hatte es Marvin zunächst schwer: Ein Schien- und Wadenbeinbruch stoppte ihn in seiner Entwicklung. Danach startete er jedoch durch: Er schaffte es in die Niederrheinauswahl, wo der defensive Mittelfeldspieler bei einem Turnier in Brandenburg gegen andere Fußballverbände des DFB einem Scout von Borussia Mönchengladbach auffiel. Die Verantwortlichen der Fohlen luden Marvins Familie in das Nachwuchsleistungszentrum der Gladbacher ein. Dort verschlug es ihnen glatt die Sprache. "Wir waren von dem Gelände schwer beeindruckt. Die Möglichkeiten dort sind gigantisch", weiß Vater Christoph. Angetan war auch auch von der angenehmen Atmosphäre. "Der Trainer überzeugte uns bei einem Gespräch mit Herzlichkeit. Er gab uns ein angenehmes Gefühl. Man hat sich viel Zeit für uns genommen". Im Trainingsraum traf die Familie den selbst noch jungen Profi Patrick Herrmann, der gleich selbst Überzeugungsarbeit leistete.

Dennoch war es keine leichte Entscheidung für die Familie, denn ein Wechsel nach Mönchengladbach bringt auch einen erhöhten Zeitaufwand mit sich, dem der Realschüler Marvin Tenbült ebenfalls gerecht werden muss. Er weiß jedoch, dass "Schule und Fußball zusammen gehören". Viermal in der Woche wird das Talent zum Training fahren müssen. Letztendlich traf Marvin, der in seinem Auftreten zurückhaltend erscheint, selbst die Entscheidung über einen Wechsel.

Sein Vater, der ein glühender Gladbach-Fan ist, hält es für wichtig, dass sein Sohn nicht schon in seinem jungen Alter unnötig ins Rampenlicht gestellt wird, denn "das passt auch gar nicht zu ihm." Gerade angesichts der aktuellen Diskussion um sogenannte Kindertransfers von Bundesligisten ist es wichtig anzumerken, dass der Schüler keine großen Veränderungen in Kauf nehmen muss, um im Verein mit der besten Perspektive das Fußballspielen auszuüben.

Quelle: RP

 
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