Geldern: Adelheidhaus kann starten
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 03.12.2010 - 19:47Geldern (RPO). Die Bezirksregierung hat den Bewilligungsbescheid über ihren Zuschuss geschickt. Der Umbau könnte im Februar beginnen und bis zu den Sommerferien 2012 fertig sein.
Im Dezember 2009 sollte der Umbau der ehemaligen Adelheid-Kirche in das von Senioren bewohnte Adelheidhaus beginnen. So war es geplant. Doch bisher fehlte der Bewilligungsbescheid von der Bezirksregierung über einen Zuschuss von 714 000 Euro. Der ist jetzt da. "Es steht nichts Grundsätzliches mehr im Wege", gibt die Stadtverwaltung Geldern durch das Bau- und Planungsamt grünes Licht für das Projekt.
"Geschenk zur Adventszeit"
Bürgermeister Ulrich Janssen bezeichnete das Schreiben aus Düsseldorf als "ein schönes 'Geschenk' zur Adventszeit". Damit könne mit Mitteln des Landes und der Stadt der Caritasverband seine Arbeit für die modellhafte Umnutzung des ehemaligen Gotteshauses beginnen. Janssen: "Für die Stadt Geldern ist das ein weiteres wichtiges Projekt, das nun sichtbar wird: MediMax ist ebenso fertig wie der Tunnel am Bahnhof. Die Bauarbeiten des Gesundheitszentrum und C&A sind im Gange. Und nun das Projekt Adelheid-Haus." In der schriftlichen Bestätigung der Bezirksregierung werden die beantragten Mittel für die Umnutzung der ehemaligen Kirche zu einer Seniorenwohnanlage unter anderem mit barrierefreien Wohnungen bewilligt. Grundlage war der städtebauliche Vertrag zwischen der Stadt Geldern und der Caritas-Gesellschaft Geldern als Bauherr sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Magdalena als Grundstückseigentümerin.
Die Finanzierung erfolgt zu 60 Prozent aus Landesmitteln. Diese Summe beläuft sich auf 714 000 Euro, die bis zum Jahresende 2011 abrufbar sind. Von den verbleibenden 40 Prozent oder 476 000 Euro des Gesamtvolumens von 1,19 Millionen Euro übernimmt die Stadt Geldern zehn Prozent. Der Rat hatte bereits vorsorglich in den Haushalt für 2010 einen Eigenanteil von maximal 119 000 Euro eingestellt. Die katholische Kirchengemeinde St. Maria Magdalena und die Caritas-Gesellschaft verpflichteten sich, die noch verbleibende Summe von 357 000 Euro zu finanzieren.
Heute Abend trifft sich der Kirchenvorstand, um den Verkauf der Kirche und des Grundstücks an die Caritas und den Investor zu beschließen. Noch in diesem Monat werden die Ausschreibungsunterlagen verschickt, mit dem Ergebnis der Ausschreibung wird im Januar gerechnet. Baubeginn könnte Ende Februar sein. Die Fertigstellung ist bis zu den Sommerferien 2012 geplant.
"Wir sind froh, dass wir endlich dieses so wichtige Projekt für ältere Menschen in Geldern realisieren können", äußerte sich Caritas-Vorstand Hermann Hengstermann. Zahlreiche Anfragen belegten den Bedarf. Pfarrer Stefan Dördelmann hofft, nun das pastorale Konzept, das sich mit dem Adelheidhaus verbindet, umsetzen zu können. "Seit über einem Jahr steht die Adelheid-Kirche leer. Wenn das Adelheidhaus steht, können wir als Kirchengemeinde dort endlich wieder im Leben der Menschen präsent sein."
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