Geldern: Adelheidkirche: Glocken ziehen nach Polen um
VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 17.02.2010 - 11:30Die Glocken aus dem Turm neben der Adelheidkirche haben bald ein neues Zuhause: Sie ziehen in eine neu gebaute Kirche in Polen um.
Stefan Dördelmann, Pfarrer von St. Maria Magdalena, freut sich, dass für die Glocken eine Lösung gefunden wurde. „Der Kontakt kam über unsere Kinderchorleiterin aus Walbeck zustande”, berichtet er. In dem polnischen Ort Czerwionka werde eine neue Kirche namens St. Joseph gebaut.
„Es ist die beste Lösung”
„Die Menschen dort sammeln Spenden”, erklärt Dördelmann. Und eine besonders klangvolle Sachspende kommt nun aus Geldern: vier Glocken. Seit gestern sind Vertreter der polnischen Gemeinde damit beschäftigt, die Glocken auszubauen. Am Nachmittag werkelten sie in den Höhen des Turmes herum. Nur einige Leitern am Boden deuteten darauf hin, dass dort gearbeitet wurde.
„Es ist die beste Lösung, wenn die Glocken wieder in eine Kirche kommen”, sagt Pfarrer Dördelmann. „Denn Glocken sind zum Läuten da.” Zahlen müssen die polnischen Glockenfreunde nichts für die Gelderner Lautgeber, sie erhalten sie als Spende.
Inventar verschenkt
Weil die Adelheidkirche zum Aldelheidhaus Seniorenwohnen umgebaut wird (die RP berichtete mehrfach), wird das Inventar verkauft oder verschenkt. Links und rechts an das Kirchengebäude werden Wohneinheiten angebaut, der eigentliche Kirchenraum wird zum Innenhof, der Altarbereich soll zur Kapelle umfunktioniert werden. Die Glasfassade der Adelheidkirche bleibt auch am neuen Gebäude in großen Teilen erhalten.
Um eine mögliche Folgenutzung des Kirchengebäudes hatte es lange Diskussionen in Geldern gegeben. Inzwischen steht auch die Finanzierung, bestätigte Pfarrer Stefan Dördelmann. Die Stadt übernehme wie vorgesehen zehn Prozent (120\x0f000 Euro), der Rest werde von Mitteln des Landes, des Bistums, der Gemeinde und des Caritasverbandes getragen.
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