Geldern: Ärger über Glasscherben in Oermten
VON TIMO STEPPAT - zuletzt aktualisiert: 25.02.2010Geldern (RPO). Anwohner der Issumer Ortsteile Sevelen und Oermten ärgern sich über Scherben auf Geh- und Radwegen. Seit mehr als einer Woche ist das Karnevalstreiben auf den Straßen vorbei. Geblieben sind die Glassplitter.
"Die kleinen Straßen auf dem Oermter Berg, die Bürgersteige in Oermten, der Radweg zwischen Oermten und Sevelen und die Wege an der Sevelener Dorfstraße entlang – überall liegen Scherben herum", berichtete Ilja Malesevic gestern Morgen. Der Rentner lebt in Oermten und ist oft zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Er ärgert sich über die vielen Scherben und sorgt sich auch um seine Fahrradreifen. "Irgendwann gehen die kaputt, und ich muss die Löcher wieder flicken", schimpfte Malesevic. "Die Autos und Traktoren haben die kaputten Flaschen an den Straßenrand befördert, aber wie lange soll das Glas da liegen bleiben?"
Kein Privatmann kehrt
Malesevic ist überzeugt, dass kein Privatmann die Scherben beseitigen wird, besonders auf den Radwegen zwischen den Orten und auf dem Oermter Berg nicht. "Ich fühle mich auch nicht zuständig. Es ist doch Aufgabe der Gemeinde, die Scherben zu entfernen", sagte der Oermter.
Man sei nur für die Wirtschaftswege auf dem Oermter Berg zuständig, nicht aber für die Pfade im Naherholungsgebiet. Ebenso sei die Reinigung des Radwegs zwischen Sevelen und Oermten nicht Aufgabe der Gemeinde, erklärte Bauamtsleiter Jürgen Happe gestern auf RP-Nachfrage. Er versprach aber, die zuständige Straßenmeisterei zu informieren. Nachdem die RP bei Happe nachfragte, schaute sich dieser die entsprechenden Stellen in Oermten und Sevelen an. Dass es besonders auf dem Kirchplatz noch viele Scherben gegeben habe, gestand er ein und versprach: "Wir schicken dorthin noch Mitarbeiter des Bauhofs, genauso wie auf den Oermter Berg."
Durch den Sevelener Ortskern ist gestern noch eine Straßenkehrmaschine gefahren, "der ist jetzt blitzeblank", so Happe. In einigen Beeten gebe es noch Überreste des Karnevals, besonders kleine Schnapsflaschen. Diese würden nach und nach vom Bauhof beseitigt, erklärte der Bauamtsleiter.
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