Geldern: Andere Krankenhaus-Förderung
zuletzt aktualisiert: 09.03.2007Geldern (RPO). KREIS KLEVE (tüc) Die geplante Umstellung der Krankenhaus-Förderung in NRW trifft den Kreis Kleve völlig unterschiedlich. Wie aus einer Liste des Laumann-Minsteriums hervorgeht, soll das Gelderner St.-Clemens-Hospital ab dem kommenden Jahr 38774 Euro weniger erhalten. Statt 705 000 Euro wird das Krankenhaus künftig jährlich nur noch 667 000 Euro vom Land erhalten. Und das ist noch nicht der schlimmste Fall im Kreis.
Leichte Einbußen in Goch
Dagegen erhalten das St.-Willibrord-Spital in Emmerich laut der Liste gleich 154120 Euro mehr pro Jahr, das St.-Antonius-Hospital in Kleve immerhin 91371 Euro zusätzlich. Das Wilhelm-Anton-Hospital in Goch muss mit leichten Einbußen von jährlich 9149 Euro rechnen, das St.-Nikolaus-Hospital in Kalkar wird jedoch jährlich 44520 Euro verlieren. Die Rheinischen Kliniken in Bedburg-Hau werden künftig jedes Jahr 71 229 Euro weniger in der Kasse habe.
Im Laumann-Ministerium wird offenbar auch Kleingeld gezählt. So soll das Marienhospital Kevelaer auf 280 Euro verzichten.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf kündigte an, die pauschale Förderung des Landes solle künftig vor allem berücksichtigen, ob Krankenhäuser viele und schwere Fälle zu behandeln hätten. Diese Regelung sei fachlich gerechter und berücksichtige die wirklichen Leistungen eines Hauses, anstatt die Förderung nur an der Bettenzahl auszurichten, so Laumann.
Eine Konvergenzphase
Das wird Krankenhäuser kaum trösten, die auf Geld verzichten müssen. In einer mehrjährigen Konvergenzphase soll es zwar finanzielle Hilfen vom Land für Krankenhäuser geben, die weniger Geld erhalten. Aber, so macht Laumann in einer Presseerklärung klar: „Verluste bis zu 50 000 Euro müssen hingenommen werden.“ Alle darüber hinausgehenden Beträge würden über die Jahre gestaffelt, so Laumann weiter.
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