Gelderland: Auf die Plätze, fertig, putzen!
VON BIANCA MOKWA - zuletzt aktualisiert: 08.03.2010Gelderland (RPO). Der Frühling verleitet den ein oder anderen dazu, auch im Zuhause für Frische zu sorgen. Was muss entrümpelt, erneuert oder erhalten bleiben? Wir fragten Experten nach ihren Tipps zum Frühjahrsputz.
"Das Frühjahr ist die beste Zeit für den Großputz, denn im Sommer möchte man draußen etwas unternehmen", sagt Liesel Hannen, Meisterin der Hauswirtschaft. "Durch die Heizungsluft sind Holzmöbel oft ausgetrocknet. Tisch, Stühle und Truhen aus Holz und auch Ledermöbel sollten nach dem Winter eingewachst werden", empfiehlt die vierfache Mutter.
Auch Parkettböden sollten einmal im Jahr gründlich gereinigt werden, "damit nicht nur Kratzer darauf sind". In der Regel macht man bei Frühjahrsputz das, was über das Jahr versäumt wird. Dazu gehört auch das leidige Aussortieren. "Gut ist es, wenn man einen Mitkämpfer hat, der gut wegschmeißen kann", sagt Hannen. "Wenn man noch jemanden dazu holt, der mithilft, dann macht es sogar Spaß." Generell darf man auch gerne Familienmitglieder einspannen. "Auch im Kindergarten- und Schulalter können Kinder schon mit helfen", findet die 51-Jährige. Liesel Hannen sieht das Aufräumen ganzheitlich. "Wenn alles wieder an seinem Platz ist und sich wiederfindet, fühlt man sich auch wohl." Auch in der Küche sollte aussortiert werden, was man nicht wirklich braucht. Abgelaufene Lebensmittel sind auszusortieren.
Sicherheit geht vor
Sicherheit ist beim Frühjahrsputz oberstes Gebot. Putzmittel sollten Kindersicherungen haben und wieder fest verschlossen werden. Sie sollten immer in der Originalverpackung aufbewahrt werden. Auf ausreichende Frischluftzufuhr achten, wenn man ätzende Reinigungsmittel einsetzt. Haushaltsleitern mit vernünftiger Trittfläche und Abstellmöglichkeiten verwenden. Keine eigenen Kletterkonstruktionen verwenden.
Vorsicht vor starken Reinigern
Die Reinigungsmittel wollen gut ausgewählt sein. Zu scharfe Reiniger können nicht nur die Oberflächen angreifen, sondern sind auch nicht gut für die Umwelt. Grundsätzlich könne man Reinigungsmittel geringer dosieren als auf der Verpackung angegeben ist, empfiehlt Karola Leuker. Im Zweifel das Putzmittel erst an unauffälliger Stelle testen. Lieber milde Reinigungsmittel und weichen Tücher verwenden. Die Fachlehrerin für Hauswirtschaft an der Liebfrauenschule Geldern rät, alles nötige Handwerkszeug griffbereit stehen zu haben, "zum Beispiel auf einem Teewagen". Dann kann es bequem von Raum zu Raum geschoben werden. Für den Rundumschlag rät sie "alles was man rausnehmen kann aus dem Raum rauszutransportieren". Lampen, Fenster, Türen werden im Raum gereinigt. Die Heizkörper sollten bei der Reinigung ausgekühlt sein. Für schlecht zugängliche Stellen, zum Beispiel an Lüftungsschlitzen, eignen sich Holz- oder Wattestäbchen. Der Grundsatz ist: "Immer von oben nach unten reinigen."Hausmittel sind nach wie vor gefragt Ein Schuss Essig im Wasser sorgt für Glanz auf den Fenstern. Auch die Perlatoren in den Wasserkrähnen freuen sich über eine Entkalkungskur. "Mit Essig kann man entkalken. Schwer zugängliche Stellen können mit Hilfe einer Zahnbürste behandelt werden", empfiehlt die Lehrerin.
Damit die Arbeit sich nicht häuft, sollten alle Räume in bestimmten Abständen gründlich gemacht werden. "Eine gute Planung ist das A und O. Lieber nicht zuviel vornehmen", rät die Expertin. Denn dann droht eher der Frust statt dem Erfolgserlebnis.
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