Gelderland: Außergewöhnlich: Das Paradies hinterm Haus
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 23.06.2009Gelderland (RPO). Solange Christa Beermann auf der Terrasse sitzt, kann sie ihren Garten nur bewundern. Doch sobald sie den Rasen betritt, ist es mit der Muße vorbei. "Dann geht mein Blick rund und ich schaue, ob und wo etwas geschnitten werden muss", verrät die 57-Jährige. Heute: Teil zwölf der Leseraktion "Grüner Daumen". Was macht Ihren Garten unverwechselbar? Schicken Sie uns Ihre schönsten Garten-Fotos.
Dabei gibt es im Garten wahrlich vieles zu bestaunen, denn in den vergangenen elf Jahren hat sich Christa Beermann mit ihrem Mann Bernd ein kleines Paradies geschaffen.
Noch nicht so reichhaltig
Als die Familie 1991 im neuen Haus einzog, "war der Garten gerade etwas eingewachsen, aber noch nicht so reichhaltig", erinnert sich Christa Beermann. In den folgenden sieben Jahren diente er vor allem als Spielfläche für die Kinder. Dann aber begann die Gestaltung des Gartens. Neue Pflanzen wurden gesetzt, alte ausgetauscht.
2002 folgte der "größte Einschnitt", so Beermann: "Es gab einen ganz kleinen Teich, den haben wir vergrößern lassen." Gleichzeitig wurde auch ein Bachlauf angelegt, der neben der Terrasse entspringt und mit Trittsteinen überquert werden kann. Rund um das Gewässer wurde dann wieder "ausgetauscht, ersetzt oder dazugepflanzt". Damals sei ihr botanisches Wissen noch nicht so vielfältig gewesen wie heute, daher waren häufige Veränderungen nötig. "Man ist geneigt, zu viel zu pflanzen, weil man nicht weiß, wie groß das Gewächs am Ende wird", erklärt Beermann.
Unterstützung fand sie bei der Gesellschaft der Staudenfreunde. "Dort habe ich viele Gartenfreunde gefunden, die mich beraten haben und mir auch Pflanzen geschenkt haben." Durch gemeinsame Aktionen habe sie viel gelernt und wird nun ihrerseits oft um Rat gefragt.
Vor vier Jahren erfuhr der heimische Garten die nächste große Veränderung. Der hintere Teil mit den Schattengewächsen wurde angelegt. "Dies ist mein Lieblingsbereich", sagt Christa Beermann. "Die Pflanzen sind von den Farben her eher unspektakulär, haben aber tolle Formen und Strukturen." Dort findet sich auch der Großteil der rund 80 verschiedenen Farne, die sie in ihrem Garten gepflanzt hat.
Nun sind keine größeren Projekte mehr geplant, "der Garten ist fertig", meint Beermann. Doch sie weiß: "Es muss nur mal ein Sturm wie Kyrill 2007 kommen." Damals stürzten auf der rechten Seite zwei Bäume um, und der Bereich musste neu angelegt werden.
Doch dieser "Schaden" ist längst behoben.
Morgen Garten für Senioren (Teil 13): Wenn die Arbeit beschwerlicher wird – wie klappt's dann mit dem Garten?
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