Geldern: Babysegen im Krankenhaus
VON ANNA GRUTZA - zuletzt aktualisiert: 11.12.2008Geldern (RPO). Gestern erhielten Connor und Joel den Segen von ihren Mamas in der Kapelle des St.-Clemens-Hospitals in Geldern. Einmal im Monat laden die Schwestern Eltern mit ihren Neugeborenen dazu ein.
Teilnahme
Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich und unabhängig davon, ob das Baby im St.-Clemens-Hospital geboren ist. Die Segnungen finden einmal im Monat statt. Die Segnung dauert ungefähr 20 bis 30 Minuten. Zuständig ist unter anderem Schwester Edeltraud Feegers von der Neugeborenenstation.
Süße kleine Haare, noch kaum bedecken sie den kleinen Kopf, kleine Finger, die unter der warmen Decke hervorkommen, so winzig, dass das ganze Händchen nicht größer ist als ein Zeigefinger der Mama – das ist Joel. Er ist gerade einmal eine Woche alt und begrüßt den freudigen Tag in der Kapelle mit einem entspannten Mittagsschläfchen.
Dass Babys so ruhig und friedvoll schlafen können, beruhigt und lässt sorgenfrei durchatmen. Nur ab und zu räkelt sich ein Händchen. Die Mama, Brigitte Esser, schaut freudig und erfüllt zu ihrem Baby. Gleich daneben sitzt Nicole Thönes und blickt zu ihrem kleinen Sohn, Connor. Auch er schläft wie ein Siebenschläfer, tief und friedlich in seiner Babyschale. Am nächsten Samstag wird er genau fünf Wochen alt. Die beiden Mütter sind in der kleinen Kapelle des St.-Clemens-Hospitals zur Neugeborenen-Segnung erschienen. Ein kleines Team aus Schwestern hat dazu geladen, sich selbst den Segen geben zu lassen und das eigene Kind selbst zu segnen.
Seine Liebe schenken
Schwester Malies, die Seelsorgerin des Krankenhauses, begleitete die Segnung. „Es ist eine schöne Zusage, wenn Gott sagt, ich habe euch lieb“, sagt sie zu den Müttern und wohl auch ganz im Geheimen zu den Neugeborenen. Intuitiv scheint Joel leichte Reaktionen zu geben, ein Stirnrunzeln. Was das wohl bedeuten soll? Dann streckt er sich ganz kräftig. Die Lieder, die die Schwestern anstimmen, scheinen ihm zu gefallen.
„Gebt den Kindern ihren Platz“ oder „Vergiss es nie, du bist du“ dringen ganz tief zu den kleinen Seelen der Kinder, ohne sie jedoch ganz aus dem Schlaf zu wecken. Die Kinder seine Liebe spüren lassen, darum soll es gehen. So lädt Schwester Edeltraud Feegers die Mütter ein, ihre Babys hochzuheben und selbst zu segnen. Mit jeweils einer Kerze beschützt, nehmen die Mütter ihre Kinder sanft in den Arm und segnen sie mit einem Kreuzzeichen auf die kleine Stirn.
Ganz ruhig verläuft die Segnung. Zufrieden landen die Neugeborenen wieder in ihren Bettchen. Als wäre nie etwas geschehen, schlafen sie wieder tief und fest. „Ja, er ist ein liebevolles Baby – tagsüber auf jeden Fall!“, sagt die junge Mama lächelnd und hält Connor im Arm. „Nur nachts hält er uns ein wenig auf Trapp.“
Schwestern sind begeistert
Die Schwestern sind begeistert von den Babies. „Joel ist ein sehr ausgeglichenes Baby“, sagen sie. Nicole Thönis hat die Segnung sehr gefallen: „Damals, als ich hier lag, wollte ich das unbedingt mit meinem Baby machen. Noch schöner wäre es gewesen, wenn mehrere Menschen dabei wären.“
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