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Geldern: Bahnflächen: „Falsche Antworten“

VON ULLI TÜCKMANTEL - zuletzt aktualisiert: 08.08.2007

Geldern (RPO). Nicht etwa das Rathaus oder die CDU-Mehrheitsfraktion, sondern die SPD weist jetzt die Kritik der Liberalen an Gelderns ehrgeizigem „Bahnflächen-Projekt“ zurürck. „Die FDP hat lange nur gemeckert, jetzt positioniert sie sich wenigstens eindeutig. Aber die Fragen zu diesem Projekt, die es in der Bevölkerung ja durchaus gibt, werden leider alle falsch beantwortet“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Hejo Eicker.

Die FDP hatte dem Projekt, zu dem in Kürze die ersten Flächen angekauft werden sollen, die Zustimmung verweigert (die RP berichtete). Hauptargumente der FDP: Geldern häufe einen Schuldenberg an, die Stadtteile blieben zurück, Fianzamt und Polizei könnten genau so gut nach Veert ziehen.

Wie schwarz wird die Null?

„Wir machen es ja weder für die Behörden, noch um daran Geld zu verdienen. Beide Gutachten, die das Projekt bewertet haben, sagen klar, dass am Ende eine schwarze Null stehen kann. Jetzt kommt es darauf an, wie schwarz die Null ist. Klar ist aber: Wir brauchen dieses Projekt für die Stadtentwicklung, damit die Stadt sich zukunftssicher entwickeln kann“, so Eicker. Aus der Luft gegriffen sei auch die Diskussion um Geschäftemacherei bei den Grundstücksverkäufen. Es sei wohl jedem Eigentümer klar, „dass da kein Reibach zu machen ist.“

Die FDP-Darstellung, Geldern häufe einen Berg von Schulden an, stimme nur bei kurzfristiger Betrachtung. Auf lange Sicht bekomme die Stadt das Geld wieder in die Kasse, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Die Liberalen widersprächen sich in ihrer Argumentation schließlich selbst: „Wäre das ein Fass ohne Boden, hätte sich überhaupt kein Investor dafür interessiert. Mit einem Investor würde das ganze Projekt jedoch teurer, denn der will schließlich daran verdienen.“ Den Ortsteilen werden durch den neuen Stadtteil „an den Niersauen“, wie die SPD das Projekt benannt haben möchte, kein Nachteil entstehen. Sie seien in den vergangenen Jahren kräftig unterstützt worden. Der Bedarf an Bauland in den Ortschaften sei damit aber auch gesättigt.

Eicker: „Wir wollen den Zuzug nach Geldern steuern und vor allem auch den richtigen Zuzug nach Geldern haben.“ Die im Gegensatz zur FDP-Auffassung immer noch leicht wachsende Bevölkerungszahl liefere gute Voraussetzungen.

Quelle: RP

 
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