Straelen: Bayern in vollen Zügen
VON JULIA GRAUEL - zuletzt aktualisiert: 17.10.2010 - 15:02Straelen (RPO). Mehr als 4.100 Besucher waren am Wochenende bei der fünften Auflage des Straelener Oktoberfestes. Im Zelt verwandelten sich Niederrheiner in Bajuwaren.
Die Idee entstand 2006 bei der Jubiläumsveranstaltung des Theatervereins Straelen. Heute ist das Straelener Oktoberfest das zweitgrößte am Niederrhein. Die fünfte Auflage dieses Festes zog am Wochenende mehr als 4100 Besucher in die Blumenstadt.
Offiziell eröffnet wurde das bunte Treiben im 2450 Quadratmeter großen Zelt pünktlich um 19 Uhr am Freitag mit dem obligatorischen Fassanstich durch Bürgermeister Jörg Langemeyer und dem Ruf „ O’ zapft is“ (Es ist angezapft) durch Johannes Pieper, einen der drei Veranstalter.
Für die große Sause war im Vorfeld von Pieper, der unter anderem für die Genehmigungsverfahren zuständig ist, Heinz Borghs, der sich um den Hunger der Besucher kümmert, und Christoph Rött, zuständig für die Getränke, gesorgt worden. An einem Abend etwa 2000 Gäste zu begrüßen bedeutet, dass ausreichend Personal da sein muss. Jeweils 100 Menschen, eingesetzt in Bereichen wie Security, Garderobe, Küche und Bewirtung, arbeiteten am Freitag und am Samstag für eine gute Umsetzung des Festes.
Tempo Im vorigen Jahr waren die Karten für den Samstag innerhalb von 90 Minuten ausverkauft.
Echte bayrische Musik darf nicht fehlen. „Die Bayrische 7“ auf der Bühne ist eine Band mit sieben Frauen, die man vom Münchner Oktoberfest oder vom „Cannstatter Wasen“ kennt. Mit Stimmungskrachern wie „Sweet Caroline“ oder „Fliegerlied“ rissen die Sieben die Besucher von den Bänken. Auf den Tischen oder Bänken tanzend hatte die Menge ihre „Gaudi“. Zwischendurch ertönte immer wieder „Ein Prosit“, das die Feierlustigen zum Anstoßen motivierte. Das Bier bekam man im Maß, einem Krug, in den genau ein Liter passt. Typisch bayrisch auch das Essen: Schweinebraten, Holzfällersteaks, Putengeschnetzeltes und Schweinshaxe, dazu deftige Beilagen.
Aber was wäre ein Oktoberfest ohne die passende Kleidung? „Mehr als 80 Prozent der Besucher sind in bayrischer Tracht hergekommen“, schätzt Borghs. Unterm „Sternenhimmel“ im liebevoll dekorierten Festzelt fand man die Damen in Dirndl, meist hübsch frisiert mit Bauernzöpfen, und die Herren in Lederhosen und bayrischen Hüten. Viele der Frauen bestellten ihre Dirndl im Internet (www.lederhosen.de) oder ersteigerten sie bei einem Auktionshaus. Auch geerbte oder geliehene Modell wurden getragen. Die Damen ließen sich ihre Dirndl einiges kosten. 30 bis mehr als 100 Euro gaben sie dafür aus. Eine Bluse kostet gut 40 Euro. Lederhosen kann man ab 120 Euro aufwärts kaufen.
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