Straelen: „Nicht kurz vor Toresschluss“
zuletzt aktualisiert: 04.12.2008Straelen (RPO). Mit seinem Ansinnen, eine Beigeordnetenstelle einzurichten, wird Bürgermeister Johannes Giesen wohl durchkommen. „Wir unterstützen das“, sagte Hans-Josef Hammans, der Vorsitzende der mit absoluter Mehrheit im Stadtrat sitzenden CDU-Fraktion. Es sei wichtig, dem für die Finanzen Verantwortlichen größere Selbstständigkeit zu verleihen. Zwei Fraktionsmitglieder seien allerdings gegen die neue Stelle, schränkte Hammans ein. Das jedoch nicht aus grundsätzlichen, sondern aus persönlichen Erwägungen.
Kritik an Giesens Vorhaben kommt von SPD und FDP. „Wenn das so wichtig wäre, hätte man das in den vergangenen zehn Jahren machen können“, begründete Jürgen Göwe die Ablehnung der Sozialdemokraten. Jetzt solle nicht dem neuen Bürgermeister ein Beigeordneter aufs Auge gedrückt werden.
Die Wahl des Zeitpunktes bemängelt auch Michael Traurig (FDP). „Nicht kurz vor Toresschluss“, merkt er mit Blick auf Giesens im nächsten Oktober ablaufende Amtszeit und auf die Kommunalwahl im Juni 2009 an. Da könne man auf andere Gedanken kommen, fuhr Traurig fort. Wenn überhaupt ein Beigeordneter, muss aus Sicht der Liberalen ein technischer Beigeordneter kommen. Traurig: „Das technische Know- how an der Bürgermeister-Spitze fehlt noch.“
Stefan Kemmerling (Grüne Opposition) sieht das ähnlich. „Bei den Bürgermeisterkandidaten ist am ehesten Kompetenz im Finanzbereich gegeben, aber nicht im Technischen, beim Bau und bei den Betrieben.“ Weniger als ein Jahr vor der Kommunalwahl sieht die GO nicht die Dringlichkeit für einen Beigeordneten.
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