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Kerken: Bewegung am Schwanenmarkt

VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 02.08.2010

Kerken (RPO). Nachdem die Gemeinde Kerken das verfallene Haus in Nieukerks Ortskern erworben hat, soll es nun wieder verkauft werden. Interessenten gibt es bereits. Für die weitere Nutzung ist vieles denkbar.

Möglichst so ansehnlich wie das Nachbargebäude soll das verfallene Haus am Schwanenmarkt werden.  Foto: RPO
Möglichst so ansehnlich wie das Nachbargebäude soll das verfallene Haus am Schwanenmarkt werden. Foto: RPO

Die Erleichterung ist Dirk Möcking anzuhören. Nach einem "jahrelangen zähen Ringen", sagt Kerkens Bürgermeister, ist es der Gemeinde vor rund zwei Monaten endlich gelungen, das verfallene Haus am Schwanenmarkt in Nieukerk zu erwerben. Nun soll der Ratsbeschluss vom März 2009 umgesetzt werden, nach dem das Gebäude wieder verkauft werden soll. Dazu wurde eine entsprechende Meldung auf Kerkens Homepage geschaltet.

"Auch die Presseberichte waren hilfreich", meint Möcking, der zudem bei Kontakten aus seiner früheren beruflichen Tätigkeit nachfragte, ob Interesse bestünde. "Bislang sind wir mit den Rückmeldungen sehr zufrieden", sagt der Bürgermeister.

Info

Im Internet

Homepage Auf Kerkens Internetauftritt ist zu lesen: "Für Denkmalliebhaber und Investoren ist die hervorgehobene Ortskernlage dieses historischen Gebäudes sicher von besonderem Interesse." Kontakt Weitere Informationen zum Gebäude am Schwanenmarkt erteilt Bürgermeister Dirk Möcking, Tel. 02833 922111, oder E-Mail an dirk.moecking@kerken.de. Ortsbesichtigungen Diese sind nach Terminabsprache jederzeit möglich, auch kurzfristig.

www.kerken.de

Wohnen und Ladenlokal?

Was mit dem Haus passieren soll, darüber hat sich Kerkens erster Bürger schon ein paar Gedanken gemacht. "Alles ist denkbar", meint Möcking, "eine wohnwirtschaftliche Nutzung, aber auch eine Kombination mit einem Ladenlokal." Die Interessenten befänden sich derzeit in Gesprächen mit Kreditinstituten und Architekten, um das weitere Vorgehen zu planen. Dass dabei niemand eine Entscheidung übers Knie brechen will, dafür hat Möcking Verständnis. "Natürlich lassen sie sich Zeit und wollen gründlich planen." Immerhin gehe es doch um eine gewisse Summe, die investiert werden müsse.

Das Gebäude habe laut Möcking "Denkmal-Eigenschaften" und sei "grundsätzlich erhaltenswert". Zumal es auch auf der Denkmalliste stehe. Doch allzu lange dürfe eine Entscheidung auch nicht hinausgezögert werden. "Es besteht keine akute Einsturzgefahr", versichert Möcking. Dies habe das Gutachten eines Statikers ergeben. Doch der Zustand der alten Bausubstanz sei durch die lange "Nichtnutzung" keineswegs besser geworden. "Es muss sich definitiv noch in diesem Jahr etwas tun", weiß Möcking, "am besten innerhalb der nächsten drei bis vier Monate." Es sei auch im Interesse der möglichen Käufer, dass in diesem Zeitraum eine Entscheidung getroffen wird.

Kerkens Bürgermeister jedenfalls ist zuversichtlich, dass der Schwanenmarkt in Nieukerk in absehbarer Zeit ein neues Schmuckstück bekommen wird. "Es gab bereits erste Ortsbesuche mit Interessenten", sagt Möcking. Dies seien vor allem Personen, die Erfahrung mit der Restaurierung alter Gebäude haben; für manchen dieser "Liebhaber" sei es sogar ein Hobby.

"Netter Italiener"

Dürfte Möcking einen persönlichen Wunsch äußern, so würde er eine Kombination aus "wohnwirtschaftlicher Nutzung mit einem netten Café oder einer Weinstube" favorisieren. Auch einen "netten Italiener" könnte er sich vorstellen: "Das würde die Attraktivität des Nieukerker Ortskerns erhöhen."

Internet Mehr zum Thema unter www.rp-online.de/geldern

Quelle: RP

 
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