Gelderland: Bundespolizei zerschlägt Diebesbande
zuletzt aktualisiert: 21.08.2010Gelderland (RPO). Einen großen Ermittlungserfolg kann in diesen Tagen die Bundespolizei verzeichnen. Sie konnten einen Diebesbande zerschlagen. Seit Februar 2010 führten die Beamten der Bundespolizeiinspektion aus Kleve im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kleve ein Ermittlungsverfahren wegen des schweren Bandendiebstahls gegen insgesamt neun Beschuldigte aus dem Raum Straelen, Wachtendonk und Nettetal.
Ausgangspunkt des Verfahrens war die Festnahme von ursprünglich drei Tatverdächtigen, die an der Bahnstrecke zwischen Aldekerk und Kempen in mehreren Fällen Signalkabel gestohlen haben und am 9. Februar nach einer Observation des Tatortes auf frischer Tat beim Abtransport des Diebesgutes festgenommen wurden.
Diebstahl von Kupfer
Zudem stellten die ermittelnden Beamten fest, dass auch in der Zuständigkeit der Landespolizei der Diebstahl von so genanntem Buntmetall (besonders Kupfer) stark zugenommen hatte. In enger Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Süd und des Kriminalkommissariats Geldern konnte der Kreis der Tatverdächtigen auf insgesamt neun Beschuldigte erweitert werden.
Als "Kopf der Bande" wurde ein 24-jähriger Deutscher aus Straelen festgestellt. Für die nächtlichen Diebestouren mieteten die Täter zumeist geräumige Fahrzeuge bei Autovermietungen. Das entwendete Kupfer wurde zu Schrotthändlern gebracht. Durch weitere Beobachtungen konnten die Beamten die Zusammensetzung der Bandenstruktur genau ermitteln und den einzelnen Bandenmitgliedern zahlreiche selbstständige Taten nachweisen.
Diebstahl aus Gärtnerei
In der Nacht vom 18. auf den 19. August beobachteten die Polizisten, dass drei Personen mit einem angemieteten Fahrzeug bei einem Gartenbaubetrieb in Goch-Nierswalde Kupferrohre entwendeten. Durch den Zugriff konnte der 24-jährige Hauptverdächtige, dessen 22-jähriger Bruder und ein weiterer 24-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus Straelen festgenommen werden.
Bei den Wohnungsdurchsuchungen stellten die Bundespolizisten weiteres Diebesgut und diverse Beweismittel sicher. Mitarbeiter der Bundespolizeiinspektion aus Kleve führten den 24-jährigen Hauptverdächtigen wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls dem Haftrichter am Amtsgericht Kleve vor. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.
Die beiden anderen Tatverdächtigen wurden wegen der geringeren Zahl an nachgewiesenen Tatbeteiligungen nach den Wohnungsdurchsuchungen aus dem Polizeigewahrsam entlassen.
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