Gelderland: Busverbindung in der Kritik
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 13.06.2009Gelderland (RPO). Mit dem Fahrplanwechsel morgen sind die Linien zwischen Geldern und Kempen neu organisiert. Eltern von Schülern beschweren sich über Mängel und fehlende Information.
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Anmeldung Taxibus und AST für die Linien 34 und 35 können unter Tel. 01801 6424278 bestellt werden (3,9 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz. Taxibus und AST für die Linien 063 und 69 sind zu ordern unter Tel. 01803 504031 (neun Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz).
Beschwerden am Niag-Kundentelefon, Tel. 02841 205209.
Mit dem Fahrplanwechsel gelten ab morgen für den Südrand des Kreises Kleve neue Busverbindungen (die RP berichtete). Doch anders als die Vertreter der beteiligten Kommunen und Verkehrsbetriebe, die von den Vorteilen unter anderem der Direktverbindung zwischen Geldern und Kempen überzeugt sind, hagelt es Kritik von Kunden. Eltern von Schülern bemängeln die Informationspolitik und sehen in den neuen Buslinien eine Verschlechterung.
Nicht zu schaffen
Zum Beispiel Birgit Sales aus Wachtendonk. Im Sekretariat des Straelener Gymnasiums, das ihre zwei Kinder besuchen, habe es nicht genug Exemplare der neuen Fahrpläne gegeben, berichtet sie. Gar nicht gut findet die Wachtendonkerin, dass künftig nur noch ein Bus der Linie 063 das Schulzentrum Straelen direkt ansteuert, nämlich der mit der Abfahrtszeit 7.15 Uhr am Friedensplatz. Ähnliches haben Doris und Arnd-Wilhelm Pasch aus Wachtendonk auszusetzen. Für ihren Sohn wird der Weg morgens zur Bushaltestelle weiter. Dass die Rückfahrt von Straelen um 13.22 Uhr am Venloer Tor statt am Schulzentrum erfolgt, halten sie für schlecht. Das könnten die Schüler nicht schaffen, es sei denn, die letzte Schulstunde werde vorzeitig abgebrochen. Für den Sohn von Norbert Hetgens aus Herongen entfällt die bisher passende Busverbindung zu den Bahnhöfen Aldekerk und Kempen für die Weiterfahrt zur Berufsschule nach Köln beziehungsweise zum Ausbildungsbetrieb in Düsseldorf. "Ich müsste jetzt eine Stunde früher aufstehen, um meinen Sohn mit dem Auto zu den Bahnhöfen zu bringen", beschwert sich der Schichtarbeiter.
Heinz-Theo Angenvoort, Leiter der Städtischen Verkehrsbetriebe Geldern, ist bewusst, dass im neuen System nicht alles auf Anhieb funktioniert. "Aber das ist nichts Statisches, wir nehmen Anregungen entgegen und versuchen, nach Möglichkeit nachzubessern." Es könnten allerdings nicht alle Bedürfnisse abgedeckt werden. So hält Angenvoort für Schüler einen Fußweg vom Straelener Friedhof, Südwall oder Venloer Tor zum Schulzentrum für zumutbar. Den Informationsmangel erklärte er damit, dass bis zuletzt Abstimmungen stattgefunden hätten.
Am Montag und Dienstag, 15. und 16. Juni, wollen die Verkehrsbetriebe an der Haltestelle Geldern Markt jeweils von 11.30 bis 15.30 Uhr ein Info-Mobil aufstellen. Doris Pasch, Tel. 02836 8135, sammelt derweil Proteste gegen den neuen Fahrplan.
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