Straelen: CDU will Lärmschutz an A 40
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 01.12.2009Straelen (RPO). Für die heutige Sitzung des Bauausschusses beantragen die Straelener Christdemokraten, Maßnahmen an der Verbindungsstraße prüfen zu lassen. Der Baubeginn für neue Anschlussstelle ist nach wie vor offen.
Die Straelener CDU-Fraktion will die Belastungen für die Heronger durch den Anschluss an die Autobahn 40 so gering wie möglich halten. Deshalb beantragt sie für die heutige Sitzung des Bauausschusses, den Bau von Lärmschutzmaßnahmen entlang der Verbindungsstraße zwischen der geplanten Autobahnanschlussstelle "Niederdorf" und der Niederdorfer Straße zu prüfen. Laut Verwaltungsvorlage soll das Gremium den entsprechenden Bebauungsplan 49 "Autobahnanschlussstelle Niederdorf" dem Rat als Satzung empfehlen.
Entlastung um ein Viertel
Vom neuen Anschluss verspricht sich die Stadt eine Entlastung Herongens vom Verkehr. Nach den Berechnungen des Verkehrsgutachters rollen derzeit rund 12 000 Fahrzeuge täglich auf der B 221 und 27 600 Fahrzeuge täglich auf der Autobahn.
Gewerbeflächenpool
Termin Der Bauausschuss hat seine Sitzung am heutigen Dienstag, 1. Dezember, ab 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses.
Themen Die Verwaltung informiert über den "Virtuellen Gewerbeflächenpool" für den Kreis Kleve. Außerdem stehen unter anderem die Änderungen mehrerer Bebauungspläne auf der Tagesordnung.
Bis zum Jahr 2020 werden diese Werte auf rund 14 400 beziehungsweise 32 300 Fahrzeuge pro Tag wachsen. Baudezernent Harald Purath erwartet durch den neuen Anschluss eine Entlastung der Ortsdurchfahrt Herongen um ein Viertel der Fahrzeuge. Die größte Entlastung – um rund zwei Drittel des prognostizierten Verkehrsaufkommens – werde es in Louisenburg geben.
Von der entlastenden Wirkung des neuen A-40-Anschlusses ist auch die CDU überzeugt. Auch liege der geringe Anstieg des Lärms noch unterhalb der Schwellenwerte, die Lärmschutzmaßnahmen erforderlich machen. "Dennoch müssen wir versuchen, die möglichen neuen Belastungen für die betroffenen Bürger auf ein Minimum zu reduzieren", äußerte sich CDU-Bauausschussmitglied Britta Miltner. Sie verwies darauf, dass zahlreiche Bürger aus Herongen Befürchtungen zu negativen Folgen des Lärms geäußert hätten. Die CDU-Fraktion ist der Auffassung, dass aufgrund dieser Bedenken eine Errichtung eines Walls zum Schutz vor Lärm im Rahmen von freiwilligen Leistungen geprüft werden müsse. Dafür ist auch die Heronger Ortsvorsteherin Annemarie Fleuth (CDU): "Wir dürfen im Interesse der Heronger Bürger nichts unversucht lassen, jede mögliche Option der Lärmreduzierung zu prüfen."
Zum Wall aufschütten
Laut Purath war aus Kostengründen sowieso geplant, den Erdaushub nicht wegzufahren, sondern zu einem Wall aufzuschütten. Das sollte seiner Ansicht nach in der Nähe von Wohnbebauung geschehen, und zwar, von der Autobahn kommend, vor Kühne, wo die Straße einen Linksknick in Richtung Landgard macht. Das bringe zwar nicht viel, aber immerhin etwas. Der Baudezernent machte jedoch klar, dass der Wall an der Lärmbelastung durch die Autobahn selbst nichts ändere.
Wann der Baubeginn für den Autobahnanschluss ist, ist nach wie vor offen. Erst einmal findet am 7. Dezember ein Abstimmungsgespräch mit dem Landesbetrieb Straßen NRW statt. Dann wird unter anderem abgeklärt, ob die vom Landesbetrieb geplante Sanierung der Entwässerung am Fuß der A 40 nicht gleichzeitig mit dem Anschlussbau erfolgen kann.
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