Straelen: Clubheim verschwindet
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 09.09.2006Straelen (RPO). Das ehemalige Tennishaus an der Beethovenstraße wird abgerissen. Deshalb sucht das Straelener Bündnis für Familien nach neuen Räumen für das Familienzentrum.
Bündnis für Familie
Geschichte Das Straelener „Bündnis für Familie“ hat sich am 10. Mai 2005 gebildet.
Ziel Die Rahmenbedingungen für Familien in der Stadt sollen verbessert werden.
Organisation Innerhalb des Bündnisses gibt es vier Arbeitsgruppen, die sich zu internen Sitzungen treffen.
Termin Die nächste Vollversammlung ist laut Stadtverwaltung für Ende Oktober bis Mitte November geplant.
Eine Rolle im Straelener „Bündnis für Familien“ war dem alten Tennisclubheim an der Beethovenstraße zugedacht. Es sollte die Dependance des Montessori-Kinderhauses werden, dem wiederum die fachliche Federführung bei der Einrichtung eines Familienzentrums zukommt. Mit dem Clubhaus kann allerdings nicht mehr geplant werden, es wird abgerissen. Das teilte Baudezernent Harald Purath in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit.
„Nahtlos weitermachen“
Wie er gestern gegenüber der RP präzisierte, würde die Instandsetzung des Clubhauses zu teuer werden. Allein 76 000 Euro kostete der Einbau einer Heizung und neuer Fenster samt dem Beiarbeiten der Fassade. Hinzu kämen weitere Kosten für die Trockenlegung und die Wärmedämmung sowie für den Umbau des Sanitär- und Aufenthaltsraumes. Die Stadt lässt das alte Tennisheim jetzt durch die Firma abreißen, die gerade das benachbarte alte Schwimmbad abbricht. Purath: „Die Geräte und die Container sind vor Ort, da kann das Unternehmen nahtlos weitermachen, wenn es mit dem Bad fertig ist.“ Mit knapp 20 000 Euro schlagen die Abrissarbeiten für das Clubhaus zu Buche.
Für das Projekt „Familienzentrum“ bedeutet der Abriss keinen Rückschlag, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Mertens versicherte. „Wir wollen jetzt Räume in der Stadtmitte finden“, sagte sie. Es gebe einige Leerstände, die Stadtverwaltung prüfe derzeit, welche Räume in Frage kommen könnten. Sie müssen zum Beispiel zu Fuß gut zu erreichen und barrierefrei sein.
Die Angebote des Familienzentrums sollen generationsübergreifend sein. Laut Monika Mertens sind dort zum Beispiel eine Schuldnerberatung denkbar, eine Familien- und Eheberatung sowie eine Anlaufstelle für Tagesmütter.
Zufrieden äußerte sich die stellvertretende Bürgermeisterin über die Resultate des Arbeitskreises „Betreuung und Arbeitswelt“ innerhalb des Straelener Bündnisses für Familien. Viele Gewerbetreibende hätten flexible Arbeitszeiten für ihre Mitarbeiter.
„Notruftelefon“
Es fehlen vor allem Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren in Kindergärten. „Hier gibt es viele Anfragen.“ Die Straelener wollen sich darum bemühen, mit einem „Notruftelefon“ den Einsatz von Tagesmüttern vor Ort zu organisieren. Das gehe schneller als das Stellen der Tagesmütter durch das Kreisjugendamt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


