Niederrhein: Den Master finden
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 13:19Niederrhein (RPO). In einer vierwöchigen Serie stellen RP und Wirtschaftsförderung Kreis Kleve die Hochschule Rhein-Waal vor.
Hochschulpräsidentin Prof. Marie Louise Klotz über neue Studiengänge in Kleve und Kamp-Lintfort.niederrhein Die Zahl der Studenten an der HRW wird ab Wintersemester 2010/2011 am Sitz in Kleve und auch am Standort in Kamp-Lintfort sprunghaft steigen: Dann starten 13 weitere wichtige und vor allem innovative Studiengänge, werden in den schon bestehenden drei Studiengängen die nächsten Erstsemester ihr Studium beginnen. "Zum Sommersemester werden wir aber keine neuen Studenten aufnehmen. Unsere Studiengänge beginnen ausschließlich im Wintersemester", betont noch einmal die Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, Marie-Luise Klotz.
Ingenieurwissenschaften
Im kommenden Jahr werden unter der Überschrift "Technologie und Bionik" die klassischen Ingenieurwissenschaften in Kleve einziehen: Dann wird in englischer Sprache Maschinenbau gelehrt. Die Stelle des Maschinenbau-Dozenten soll noch in diesem Jahr besetzt werden.
Neue Qualität
Bürgermeister Gerhard Fonck, Kalkar: "Die Hochschule Rhein-Waal wird zweifelsohne standortsichernde, positive Effekte für die mittelständische Wirtschaft, für Handwerksbetriebe und Dienstleister im gesamten Kreis erzielen. Sie markiert zudem überregional sichtbar in neugewonnener Qualität einen Standortfaktor mit herausragender Bedeutung in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt Kalkar. Schulische Bildung und in Konsequenz auch Ausbildung an der Hochschule vor Ort wird hier als ein Kernfaktor für regionale Entwicklung verankert."
Dazu gesellt sich ein weiterer Studiengang aus dem Ingenieurwesen, das die Schnittstellen zwischen Maschinenbau, Elektrotechnik und Verfahrenstechnik schließen und die drei wichtigen Technik-Fächer verbinden soll. "Wir arbeiten derzeit noch an den neuen Inhalten für diesen Studiengang und am richtigen Titel", sagt Marie-Luise Klotz. Dieser neue Studiengang soll ebenfalls in englischer Sprache unterrichtet werden. Gerade die Sprachkompetenz werde aus der Wirtschaft immer wieder von Technikern gefordert, sagt die Hochschulpräsidentin. Mit diesem künftigen neuen Studiengang betritt die Hochschule Rhein-Waal wieder absolutes Neuland, freut sich Klotz. (Weiterer Bericht über neue Studiengänge folgt Montag.)
Absolutes Neuland folgt auch mit der Einrichtung zweier Masterstudiengänge in Kleve und Kamp-Lintfort. In Kleve kann man ab dem Wintersemester 2010/11 den Master in Bionik machen, in Kamp Lintfort Usability Egeneering. "Wir bieten damit ein Fach an, das sich an Studenten mit einem Bachelor-Abschluss richtet", erklärt Klotz.
Die Zulassungsvoraussetzungen für diese Masterstudiengänge werden dabei von einer Akkreditierungsagentur gesetzt. "Wichtig ist vor allem, dass der Bachelor inhaltlich zum Masterstudiengang passt", sagt Klotz. Zusätzlich wird ein Notendurchschnitt für den Bachelor von 2,5 erwartet. Eine Hürde für deutsche aber auch ausländische Studierende, wie Klotz weiter erläutert. Das sind aber Voraussetzungen, die für alle Masterstudiengänge gelten. Zugelassen werden auch Hochschulabsolventen mit einem Diplom, die einen Master machen möchten. Beide Masterstudiengänge starten in Englisch.
"Auch hier bleiben wir unserem Anspruch innovativ und international gerecht", verspricht Klotz.
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