kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Geldern: Edelmetall für Hürden-Maria

VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 08.08.2009

Geldern (RPO). Eine der erfolgreichsten Sportlerinnen der Nachkriegszeit war Maria Sander-Domagala. Die Dinslakenerin nahm an zwei Olympischen Spielen teil und gewann 1952 in Helsinki jeweils einmal Silber und Bronze.

Info

Zur Person

Maria Sander-Domagala wurde am 30. Oktober 1924 in Dinslaken geboren, am 12. Januar 1999 verstarb sie in Niederwahn bei Much in der Nähe von Köln.

Die Leichtathletin startete zunächst für Rot-Weiß Oberhausen, ab 1951 für den SuS Dinslaken 09. Bei einer Größe von 1,65 Meter hatte sie ein Wettkampfgewicht von 69 Kilogramm.

niederrhein Als Maria Sander-Domagala mit ihren Vereinskameraden Günter Hesselmann und Rolf Lamers 1952 von den Olympischen Spielen aus Helsinki zurück nach Dinslaken kam, wartete auf das erfolgreiche Trio eine große Überraschung. Es sollte keine gewöhnliche Heimkehr von einem Wettkampf werden, denn zu tausenden warteten die Dinslakener Bürger am Bahnhof auf ihre Olympioniken – und ganz besonders auf ihre "Hürden-Maria".

So wurde die beliebte Leichtathletin genannt, die voller Stolz zwei Medaillen präsentieren durfte. Maria Sander-Domagala gewann mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel Silber hinter den USA, Bronze im 80-Meter-Hürdenlauf und zudem sprang für sie ein fünfter Platz über die 100-Meter-Distanz heraus.

Rekord im Fünfkampf

Ohne Medaille blieb die Dinslakenerin vier Jahre später bei den Olympischen Spielen in Melbourne, dennoch zählte sie zu den erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen der Nachkriegszeit. Insgesamt 16 Deutsche Meisterschaften errang sie, holte 25 Westdeutsche Meisterschaften und 22 Mal wurde sie Niederrheinmeisterin.

Sechsmal in ihrer Karriere verbesserte sie einen deutschen Rekord und zweimal – 1952 und 1956 – war sie an einem Weltrekord der deutschen Sprintstaffel beteiligt. Doch nicht nur auf der Aschenbahn erhielt die Dinslakenerin eine Auszeichnung nach der anderen, ihre Leistungen wurden auch von den Funktionären gewürdigt.

1950 bekam sie als erste deutsche Frau aus den Händen des Bundespräsidenten das silberne Lorbeerblatt überreicht, was sich zwei Jahre später noch einmal wiederholte. Maria Sander-Domagala war ebenfalls die erste Frau, die 1956 mit dem Rudolf-Harbig-Preis ausgezeichnet wurde, der alljährlich an einen besonders würdigen und erfolgreichen Athleten verliehen wird. Ihren Spitznamen Hürden-Maria trug sie deshalb, da der Hürdenlauf zweifellos ihre Spezialdisziplin war.

Ihre Vielseitigkeit führte jedoch dazu, dass sie auch im Fünfkampf immer um den Sieg mitkämpfte. Den deutschen Fünfkampfrekord hielt sie von 1950 bis 1957 und schaffte 4485 Punkte, aber da der Fünfkampf damals noch nicht olympisch war, blieb dem Ausnahmetalent in dieser Disziplin weiteres Edelmetall verwehrt.

Ein Dorn im Auge war Maria Sander-Domagala, dass ihre große Zeit nicht ein bisschen später gewesen ist. Auch wenn sie zwei olympische Medaillen gewann und Rekorde in der ganzen Welt sammelte, meinte sie: "Die Tartanbahn wäre für mich ideal gewesen, dann hätte ich noch bessere Ergebnisse erzielt." Nach ihrer aktiven Zeit hing ihr Herz weiter an der Leichtathletik.

Sie betreute nicht nur die Breitensportabteilung und die Schüler des TV Bruckhausen in Hünxe, sondern hielt auch ihrem Heimverein Dinslaken 09 die Treue. Dort arbeitete sie nach als Trainerin und war zudem ein großes Vorbild für die Jugend.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mehr als 20.000 Besucher feierten mit

Unges Pengste 2012

Mehr als 20.000 Besucher feierten mit

Ausnahmezustand in Korschenbroich: Weit mehr als 20.000 Besucher drängten bei bestem Schützen-Wetter bis Sonntagabend, 27. Mai, in die Stad ... mehr 

15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Nach Attacke am Hauptbahnhof

15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Ein 15-jähriger Tatverdächtiger ist nach der brutalen Attacke auf zwei Frauen am Hauptbahnhof Mönchengladbach am Sonntagmorgen wieder auf fr ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Ex-Trainer von Hertha BSC Berlin

Rehhagel bereut Auftritt vor DFB-Gericht

Trainer-Altmeister Otto Rehhagel hat nach seiner gescheiterten Rettungsmission das Kapitel Hertha BSC für sich abgeschlossen. "Für Hertha beginnt eine neue Zeitrechnung – ohne Otto Rehhagel , sagte der Coach in einem Interview. mehr

 

Politische Punktevergabe beim Eurovision Song Contest

Anke Engelke: "Europa beobachtet Dich"

 

Nach Attacke am Hauptbahnhof

15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

 

Stress-Ranking der Unternehmen

Burnout belastet NRW-Wirtschaft

 

Nummer Drei auf Liste der "Nazi-Jäger"

NS-Kriegsverbrecher Klaas Carel Faber tot

Meistkommentiert

CSD in Düsseldorf

"We are Europe! Are we Europe?"

Das offizielle Motto des CSD Düsseldorf lautet in diesem Jahr "We are Europe! Are we Europe?". Es soll an die Unterdrückung Homosexueller in vielen, vor allem ost-europäischer Länder erinnern. Immer gilt: Möglichst bunt, möglichst schrill. mehr

 
 

Scharfe Kritik an Assad-Regime

UN-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Hula

 

IWF-Chefin löst Empörung aus

"Lagarde hat die Griechen beleidigt"

 

Mönchengladbach

Handwerk lernt von der NEW

MEHR
Eine Art Freilichtmuseum zum Thema Dinosaurier soll entstehen.

Geldern

Dinosaurier für Lüllingen

Das ehemalige Nato-Gelände in der Gelderner Ortschaft könnte zum "Evolutionspark Geldern" werden. Ein Investor möchte dort eine Art Dinosaurier-Freilichtmuseum errichten. Er rechnet mit 250 000 Besuchern pro Jahr. VON corinna kuhs  mehr

 

Geldern

Drittes Windrad für Kapellen geplant

Auf den Feldern an der Straße "Zitterhuck" in Kapellen soll ein drittes Windrad gebaut werden. Der Stadt Geldern liegt ein entsprechender Antrag vor. Zwei Windräder stehen dort bereits. Das geplante Windrad soll 99,7 Meter hoch werden. Der ... mehr

 
 
 
 
 
Bilder aus Geldern
Kirmes-Auftakt in Geldern
Kirmes-Auftakt in Geldern
Bürgermeister Ulrich Janssen hat die Kirmes .. mehr 
 
Kirmes-Auftakt in Geldern
Kirmes-Auftakt in Geldern
Bürgermeister Ulrich Janssen hat die Kirmes ..
mehr 
Kreis Kleve damals und heute
Kreis Kleve damals und heute
Früher und heute: aktuelle Ansichten und historische Bilder.
mehr 
Landtagswahl 2012: So wurde im Kreis Kleve gewählt
Landtagswahl 2012: So wurde im Kreis Kleve gewählt
So hat der Kreis Kleve bei der Landtagswahl ..
mehr 
Landtagswahl 2012 im Kreis Kleve
Landtagswahl 2012 im Kreis Kleve
Bei der gemeinsamen Wahlparty im Kreishaus ..
mehr 
 
Familienanzeigen