Geldern: Ein gut aufeinander abgestimmtes Paar
zuletzt aktualisiert: 19.11.2007Geldern (RPO). „Wunder gibt es immer wieder“ – mit dem Lied von Katja Ebstein eröffneten Asmus Ring und Britta Weyers den Spaßgesellschaftsabend des Kunstvereins Gelderland in der Tonhalle. „Mir geht es supi“, meinte der Pädagoge Ring. Seine Gesangspartnerin ergänzte: „Manchen geht es nur gut, wenn es ihnen schlecht geht.“ Deshalb sangen sie gemeinsam für solche Menschen das Lied „Du tust mir leid“. Eine weitere Mitmachhymne mit der Botschaft „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ war „Ich liebe mich“, ein Liebeslied für die Liebe ohne Beziehungsstress. Hier erfuhr das Publikum, dass der studierte Theologe und die Moderatorin der Maus-Show in Wirklichkeit kein Paar sind.
Umso verwunderter war man, wie großartig die beiden, die sich höflich und charmant mit Frau Weyers und Herr Ring ansprachen, aufeinander abgestimmt waren. Im Widerspruch dazu stand der Vergleich „Wie der Dichter ohne Reim, wie die Tapete ohne Leim, so fühl ich mich ohne Dich“.
Dass Rache eine interessante Sache sei, zeigte Britta Weyers, als sie überzeugend eine Betrunkene spielt. Ihre schauspielerischen Qualitäten legte sie auch mit dem Stück „Meine Oma liegt im Koma“ dar, wobei sie in die Rolle einer Handpuppe schlüpfte.
„Der Abend schwingt, der Säufer trinkt, das Kind, das singt, und das klingt einfach wunderbar“, zogen sie in Anspielung auf ihren Programmtitel „Lieder für Kinder und Säufer“ Zwischenbilanz. Mal augenzwinkernd, mal melancholisch romantisch, aber immer glasklar und mit eindeutiger Botschaft kopierten sie auch „von der Vogelweide“. Mit Hermann van Veens „Lass uns neue Wege geh’n“ verabschiedeten sie sich.
Doch gemeinsam mit dem Publikum wurde noch mit Freude „We’ll meet again“ gesungen. Erst nach zwei weiteren englischen Zugaben verließen sie unter viel Applaus die Bühne.
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