Straelen: Feilen am Kaufland-Plan
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 27.07.2010Straelen (RPO). Das Unternehmen geht davon aus, dass es im September zu einer Entscheidung kommt. Einiges im Bebauungsplanverfahren muss noch besprochen werden, zum Beispiel das Gutachten über den Schallschutz.
Die Straelener SPD hat in einem Schreiben an Bürgermeister Jörg Langemeyer darauf hingewiesen, dass der in der April-Sitzung des Bauausschusses genannte Zeitplan für den notwendigen Bebauungsplan eines neuen Kaufland-Marktes nicht mehr eingehalten werden kann. Im Protokoll der Sitzung ist auf Nachfrage der SPD festgehalten worden, dass im Juli der Beschluss zur Offenlage und Bürgerbeteiligung gefasst werden könnte. Der abschließende Satzungsbeschluss und die Baugenehmigung könnten – wenn alles unproblematisch laufe – im September/Oktober folgen. Darauf aufbauend hatte der Investor für sein Vorhaben die Abbrucharbeiten für Anfang Januar 2011 und nach zehnmonatiger Bauzeit eine Eröffnung des neuen Kaufland-Marktes für Oktober/November 2011 genannt.
Der Baukörper
Grundlage Der Bauausschuss hat im April einstimmig beschlossen, den überarbeiteten Entwurf zur Grundlage des weiteren Bebauungsplanverfahrens zu machen.
Dimensionen Die Verkaufsfläche wurde von 3000 auf 2500 Quadratmeter verkleinert. Die ursprünglichen 9,50 Meter Höhe gelten nur noch für den Verwaltungstrakt über dem verglasten Haupteingang. Der Hauptbaukörper ist noch 6,95 Meter hoch.
Den Stand mitteilen
Da weder der Bauausschuss im Juni noch der Stadtrat im Juli das Vorhaben beraten haben, hat Ratsmitglied Otto Weber beim Bürgermeister im Namen der SPD-Stadtratsfraktion nachgefragt, wie der Stand der Angelegenheit ist, und gebeten mitzuteilen, wann Bauausschuss und Stadtrat mit den notwendigen Beschlüssen befasst werden sollen.
Weber: "Gerade in der derzeitigen Hitzeperiode werden wieder die unhaltbaren Zustände für die Beschäftigten des Kaufland-Marktes am Beginenpad und für die Kundschaft besonders deutlich. Auch vor diesem Hintergrund sind regelmäßige Informationen über den Stand der Planung und die weiteren Absichten der Realisierung für alle Beteiligten von besonderer Bedeutung".
"Mir war zu 90 Prozent klar, dass der Zeitplan eigentlich nicht machbar ist", teilte Projektbearbeiter Josef Klug von Kaufland dazu mit. Alle Unterlagen für den Bebauungsplan müssten sorgfältig aufgearbeitet werden. Zu diesem Zweck war er noch einmal im Straelener Rathaus. Laut Baudezernent Harald Purath wurde dabei über den weiteren Gang des Bebauungsplanverfahrens gesprochen. "Unter anderem ist beim Gutachten über den Schallschutz noch einiges zu überprüfen", nannte Purath einen Knackpunkt.
Klug geht jetzt davon aus, dass Kaufland bis spätestens Mitte August die Unterlagen bei der Stadtverwaltung vorlegt, so dass die Sitzungen von Bauausschuss und Rat vorbereitet werden können. Im September könnte es zu einem Offenlage- und Satzungsbeschluss kommen. Zeitgleich wolle Kaufland den Bauantrag einreichen, so dass Ende 2010 die Genehmigung vorliegen dürfte.
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