Geldern: Feuerwehr rettet vier Menschen aus Aufzug
VON ANJA HAEFS - zuletzt aktualisiert: 03.08.2012Geldern (RP). Einen Alptraum erlebten am Mittwoch vier Menschen in einem Gelderner Aufzug. Am Abend waren sie in der Kabine stecken geblieben. Mit dem Handy hatten die Eingesperrten zunächst versucht, über die Hausmeister-Rufnummer, die im Fahrstuhl angebracht war, Hilfe zu bekommen. Als das erfolglos blieb, wandten sie sich in ihrer Not an die Feuerwehr. "Und die reagiert sofort", sagt Thomas Hippler von der Gelderner Wehr.
Am Einsatzort, den die Feuerwehr auf Anfrage der RP nicht bekannt geben wollte, fanden die Retter vier Personen im Alter von 50 bis 60 Jahren. Nach RP-Informationen handelte es sich um ein Mehrfamilienhaus auf dem Bückelewall in Geldern.
Da nach dem Notruf bei mindestens zwei Frauen gesundheitliche Probleme befürchtet wurden, rückte auch der Rettungsdienst mit aus. Besonders, wenn es so heiß und schwül ist wie am Mittwoch, stellen enge Räume eine große Gefahr dar. "Vor allem reagiert jedes Opfer anders", sagt Hippler.
Dieses Mal ging alles gut: "Zwei Minuten nach dem Eintreffen waren die Personen befreit", sagt Hippler, der an der Rettung beteiligt war. Rufe der Erleichterung wie "Gott sei Dank" und "Endlich" kamen den Einsatzkräften entgegen. Der Arzt musste nicht eingreifen.
Ungefähr ein bis zwei mal im Monat rückt die Feuerwehr wegen defekter Aufzüge aus. Die größten Gefahren in einem solchen Schrecken-Szenario sind Raumangst und gesundheitliche Probleme der Eingeschlossenen. Hippler: "Deshalb ist eine schnelle Rettung wichtig ."
Die Notruf-Systeme sind von Fahrstuhl zu Fahrstuhl anders. In dem aktuellen Fall war die Nummer des Hausmeisters zwar im Aufzug zu finden, jedoch kein Notrufsystem. Ohne ihr Handy hätten die Betroffenen also ein ernstes Problem gehabt. In der Regel gibt es einen Notruf-Knopf, der einen Alarm im Fahrstuhl auslöst. Danach muss auf Hilfe gewartet werden.
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