Wachtendonk: Fliegende Betten und viel Wasser
VON BIANCA MOKWA - zuletzt aktualisiert: 12.07.2010Wachtendonk (RPO). Breite Gummireifen und ganz viel Angriffsfläche, das war das Gefährt, mit denen die Rolling Stones an den Start gingen. Wer hier an Rockmusik und Motorsport denkt, liegt völlig falsch.
Der Wachtendonker Kegelclub "Rolling Stones" beteiligte sich mit seinem umgebauten, bereiften Bett am Bettenrennen der KLJB Wachtendonk. Nach zehn Jahren Pause startete am Sonntag auf dem Friedensplatz das Ringen um das schnellste und das schönste Bett. "Wir haben uns bisherige Rennen auf Video angeschaut und fanden, das war ein Riesenspaß. Das wollten wir noch einmal haben", erklärte Stefan Lax von der KLJB Wachtendonk.
Mit dem Karnevalswagen dabei
Die KLJB Boisheim ließ es sich nicht nehmen und reiste mit ihrem kompletten Karnevalswagen an. Ihr Bett bestand aus einem ausrangierten Krankenbrett, auf dem ein Autositz montiert war. Vor Ort wurden noch die letzten Bretter angebracht und mit Kabelbindern festgebunden. "Leichtbauweise", erklärte der Boisheimer Christoph Hammes. "Wir hoffen natürlich auf den ersten Platz. Aber wir nehmen das erste Mal teil und kennen den Parcours nicht." Die Teilnehmer traten mit ihren umgebauten Betten gegeneinander an. Es ging über Hürden und eine Wippe.
Aufgaben wie Schokokuss-Essen und mit Wasser gefüllte Ballons zum Platzen bringen, mussten während des Laufs erledigt werden. Für das Team saß einer immer im Bett, der eine Schüssel mit Wasser hielt, von dessen Inhalt möglichst wenig verloren gehen durfte. In der Praxis waren das sehr rasante und fantasievolle Auseinandersetzungen. So versuchten die Hartefelder Landeggs die letzten Tropfen Wasser aus ihrem Bettzeug auszuwringen. Sie waren im übrigen die einzigen, die ihrem Bett keine Rollen montiert hatten. Bettinsassin Jacqueline Tenhaef wurde von den Jungs der Landeggs wie in einer Sänfte auf Händen getragen. "Weil wir es können", erklärte Stefan Leukers den Mut zum Tragen.
Nutellabrot am Start
Die Konkurrenz war allerdings stark. Windschnittig schmal war das Bett der "Vernumer Sprinter", das allerdings beim ersten Rennen kurz vor dem Ziel kippte. Auf Massivholz setzten dagegen die Wachtendonker Jugendlichen der Gruppe "Nutellabrot".
Mit am Start waren noch die KLJB Kempen und die Bruderschaft Wachtendonk Stadt. "Wir wollen jungen Leuten was bieten und ein Fest für Jung und Alt bieten", nannte Viki Brauers von der KLJB Wachendonk die Zielsetzung. Für Abkühlung sorgte bei den Jüngeren ein Sprung in die Niers.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


