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Geldern: Gefahr von unten

VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 03.09.2010

Geldern (RPO). Unterirdisch droht Ungemach: An einigen Stellen kommen sich Baumwurzeln und Gasleitungen in Geldern zu nah. Stadtwerke und Verwaltung prüfen, wo die Leitungen weg müssen – und wo die Bäume.

Heinz-Peter Hanßen von den Gelderner Stadtwerken (l.) und Michael Panis von der städtischen Grünflächenabteilung überprüfen an der Max-Planck-Straße, ob sich Bäume und Gasleitungen in die Quere kommen.  Foto: RPO
Heinz-Peter Hanßen von den Gelderner Stadtwerken (l.) und Michael Panis von der städtischen Grünflächenabteilung überprüfen an der Max-Planck-Straße, ob sich Bäume und Gasleitungen in die Quere kommen. Foto: RPO

Je älter ein Baum ist, desto länger sind seine Wurzeln – und genau das wird in einigen Bereichen von Geldern und den Ortschaften zum Problem. Weil sich unterirdisch Baumwurzeln und Gasleitung stellenweise gefährlich nahe kommen, sind die Stadtwerke Geldern und die Stadtverwaltung zu Kontrollen unterwegs.

Bis 2013 soll das gesamte Stadtgebiet überprüft sein – angelegt wird ein Baumkataster, das einen Überblick über die Zahl der Bäume ermöglicht, von denen die Gefahr von Beschädigungen der Leitungen ausgeht.

Bereits seit fünf Jahren ist dieses Projekt im Gange. Claus van Vorst, Technischer Leiter der Stadtwerke Geldern, erklärt: "Etwa die Hälfte der Innenstadt sowie die Ortschaften Walbeck, Pont und Veert haben wir bereits überprüft. Bis zum Jahr 2013 soll das gesamte Stadtgebiet untersucht sein."

Info

Pläne für Veert

Im Veerter Baugebiet am Petersfeld gibt es 20 Bäume, die Probleme bereiten. Laut Gelderner Stadtverwaltung sind dort Leitungsumlegungen geplant.

Allerdings soll es auch vereinzelte Baumfällungen in den Straßen Am Neray, Am Stickeshof und Am Booshof geben. Diese sollen bis Frühjahr 2011 geschehen.

Höchste Gefahrenklasse

Das Kataster zeigt auf, welche Maßnahmen an welcher Stelle vorgesehen und wie dringend diese sind. 36 Baumstandorte wurden bereits in die höchste Gefahrensklasse A1 eingestuft – dort muss schnell gehandelt werden. Bei weiteren 97 Standorten könnte es in zwei bis drei Jahren zu Problemen kommen.

Heinz-Peter Hanßen, Projektbeauftragter bei den Stadtwerken, erklärt, dass sich letztlich immer dieselbe Frage stelle: "Muss die Gasleitung weichen oder sind es die Bäume?" Es seien nicht immer die Bäume, die verschwinden müssen, betont er. So erneuerten die Stadtwerke die Leitungen in der Friedrich-Spee-Straße, der Schlossstraße, dem Kerkpad und in der Straße An der Bleiche. Zwischen Wurzeln und Gasleitung in der Theodor-Heuss-Straße wurden Schutzplatten eingebaut, und die Gasleitung in der Wettener Straße schützt inzwischen ein Flüssigboden.

Bäume fällen

Claus van Vorst: "Vereinzelt mussten auch Bäume gefällt werden. So zum Beispiel am Walbecker Grenzweg und am Freibad. Grundsätzlich wollen wir die Bäume schützen, aber die Sicherheit muss gewährleistet sein." Bis zum Frühjahr 2011 soll zudem die Gas- und die Wasserleitung in der Köln-Mindener-Bahn erneuert werden. Dort stehen zwölf Sumpfeichen auf einer Gas-Hochdruckleitung. An der Max-Planck-Straße bedrohen 25 Eichen und Ahornbäume die Gasleitung. Dort wird die Leitung neu verlegt, die Bäume bleiben erhalten.

Quelle: RP

 
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