Geldern: Geldern: CDU nimmt SPD in Schutz
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 22.07.2008Geldern (RPO). Beim Thema „Bahnhofsumfeld“ entwickelt sich in Geldern gerade eine große Koalition. Nachdem SPD-Chef Hermann-Josef Eicker die Kritiker des Projekts von der FDP im Stadtrat deutlich zurechtwies, legt die CDU-Fraktionsvorsitzende Marianne Ingenstau nun nach.
Sie bedauere den Ton, der neuerdings in der politischen Diskussion herrsche. „Herr Bellgardt [Fraktionsvorsitzender der FDP, Anm. d. Red.] bezeichnet uns im Internet als Traumtänzer und schadet mit seiner ewigen Miesepeterei dem Image der Stadt“, sagt Marianne Ingenstau.
Zugleich teilen die Christdemokraten die Position Eickers aus der Ratssitzung. Eicker habe Recht, dass die FDP entweder für das Projekt Bahnhofsumfeld sein müsse oder dagegen. „Man darf die Kirschen nicht pflücken, wenn man nichts für den Baum getan hat“, sagt CDU-Fraktionssprecher Karl-Heinz Lorenz. Die Liberalen hatten einen Stopp des Projekts nach dem Bau von Polizei und Finanzamt beziehungsweise gegebenenfalls nach dem Bau einer Fachhochschule gefordert, um die Ausgaben der Stadt zu begrenzen.
Eben diese Forderung sei unseriös, sagen die CDU-Vertreter, weil alle Politiker zunächst das überarbeitete Zahlenmaterial der Verwaltung zum Bahnhofsumfeld abwarten müssten. Lorenz: „Bisher haben wir nur beschlossen, welche Ideen wir verfolgen und weiter ausarbeiten lassen. Wenn wir wissen, was die Konzepte im einzelnen kosten, dann erst werden wir entscheiden, welche Aufträge wir erteilen.“ Weder die Grachten noch die konkrete Ausgestaltung der Bahn-Unterführung sei bisher verabschiedet.
Dass die jüngsten Berechnungen der Kämmerei ein Minus von mehr als 14 Millionen Euro ausweisen, sagt laut CDU noch nichts über das Endergebnis aus. „Das heißt nur, dass die Stadt in dieser Höhe in die Tasche greifen müsste. Entscheidend wird sein, ob und in welchem Maße sie diese Summe refinanzieren kann“, sagt Lorenz.
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