Geldern: Geldern: Hartstraße wird im Herbst saniert
VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 10.08.2009Geldern (RPO). Die Spurrillen auf der Hartstraße sollen nun doch im Herbst beseitigt werden. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit. Bislang sollte erst abgewartet werden, was der Rechtsstreit mit der betreffenden Baufirma ergibt. Die Stadt liegt mit der Firma im Clinch, wer die Schäden der vor wenigen Jahren sanierten Straße, in der sich tiefe Spurrillen befinden, zu verantworten hat.
"Wir haben ein Beweissicherungsverfahren angestrengt", erklärt Bürgermeister Ulrich Janssen. Aus der gutachterlichen Stellungnahme hätten sich allerdings Fragen ergeben, die die Stadt eigentlich in einem Gespräch vor Gericht klären wollte. Das Gericht wiederum habe mitgeteilt, es wolle eine weitere schriftliche Stellungnahme des Gutachters zu den offenen Fragen. "Wenn dann keiner mehr Fragen hat, ist das Beweissicherungsverfahren zu Ende", sagt Janssen. Erst dann könne die Stadt mit der Sanierung beginnen – auch, wenn bis dahin nicht geklärt ist, wer die Kosten für die Arbeiten trägt: Stadt oder Baufirma.
Kosten: 40 000 Euro
Laut Petra Berges, Erste Beigeordnete, soll in der ersten Woche der Herbstferien der komplette Belag der Hartstraße entfernt werden. Auch die Tragschicht werde aufgerissen und neu verfüllt. Anschließend werde mit den bisher aufliegenden Steinen wieder gepflastert. Eine weitere Diskussion um Bodenbeläge soll es nicht geben, so Janssen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 40 000 Euro. Rund vier Wochen sind für die Bauarbeiten angesetzt. Zum verkaufsoffenen Sonntag am 8. November soll die Hartstraße wieder geöffnet sein. Mit den Geschäftsanliegern werde sich die Stadt noch besprechen. "Das ist selbstverständlich", sagt Berges.
Keine Tempo-10-Zone
Sowohl SPD als auch CDU hatten in den vergangenen Tagen eine schnelle Sanierung der Hartstraße gefordert und darauf hingewiesen, dass Geschäftsanlieger und Gastronomen bei Regen wegen des Spritzwassers aus den Spurrillen litten. Eine Forderung der SPD, vorläufig eine Tempo-10-Zone einzurichten, lehnt die Stadt ab. Als Radfahrer sei es kaum möglich, Tempo 10 zu fahren, meint Janssen. Zudem müsse eine Tempozone überwacht werden, was wiederum nicht städtische Aufgabe sei. Die CDU-Forderung, die Sondernutzungsgebühren für die Freiflächen der Gastronomen zu erlassen, werde aufgenommen. Die Stadt wolle die Gebühren mit denen des kommenden Jahres verrechnen.
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