Geldern: Genug Arbeit, wenig Freizeit
VON BARBARA GROFE - zuletzt aktualisiert: 26.05.2008Geldern (RPO). Michael Wolters ist Landwirt. Er lebt mit seiner Familie auf einem Bauernhof. Morgens steht er früh auf, abends fällt er müde ins Bett. Denn Arbeit gibt es reichlich für einen Landwirt und seine Familie.
Der Tag von Landwirt Michael Wolters beginnt ziemlich früh: Um 5.45 Uhr steht er auf und beginnt sofort mit der Arbeit. Zeit, in Ruhe wach zu werden, hat er nicht. Schließlich ist Michael Wolters Bauer, er muss alle seine Kühe versorgen. 70 Milchkühe melken er und sein Vater direkt nach dem Aufstehen, noch einmal so viele Tiere müssen mit Futter versorgt werden. Um 7.30 Uhr ist er fertig mit der ersten Runde Melk- und Stallarbeit. Dann erst ist Frühstückszeit.
Lorena und Isabel, die Töchter von Michael und Karla Wolters, sind mittlerweile aufgestanden, gemeinsam sitzt die Familie am Frühstückstisch. Dann bringt Karla Wolters Lorena nach Geldern zum Kindergarten, Isabel zur Grundschule. Weil der Hof ziemlich weit draußen liegt, muss die Familie für fast jeden Weg das Auto nehmen.
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Auch Michael Wolters kann sich nach dem Frühstück nicht wieder ins Bett legen, obwohl er so früh am Morgen aufgestanden ist. Zu tun hat der Landwirt den ganzen Vormittag: Er schaut nach dem Futter für die Tiere, begleitet den Tierarzt bei seinem Rundgang auf dem Hof, geht aufs Feld und arbeitet dort oder repariert kaputte Maschinen.
„Arbeit gibt es genug“, sagt der Landwirt. Freizeit und Urlaub dafür sehr wenig. Michael Wolters’ Tiere brauchen jeden Tag Futter und Pflege. Zwölf Stunden lang ist der Bauer auf den Beinen. Erst, wenn abends die Kühe ein zweites Mal gemolken und versorgt sind, hat Michael Wolters Feierabend.
Auch, wenn sie nicht so oft wegfahren wie andere Familien: Lorena und Isabel sind froh, auf einem Bauernhof zu leben. „Hier kann man ganz toll spielen und Inlineskates fahren, auch durch den Stall“, sagt Isabel. Und was gefällt Lorena am besten auf dem Bauernhof? „Dass ich die Tiere immer bei mir sind und, dass ich ein eigenes Kälbchen habe“, sagt sie und strahlt.
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