Geldern: Gericht zu klein – Prozess in Wuppertal
zuletzt aktualisiert: 12.09.2009Geldern (RPO). Wegen internationalen Drogenhandels müssen sich ab Mittwoch, 23. September, zehn Angeklagte in Wuppertal vor Gericht verantworten.Der mutmaßlichen Drogenbande wird der Handel mit Betäubungsmitteln in 31 Fällen zur Last gelegt.
Dabei sollen sie mit 103 Kilogramm Amphetamin, 28 Kilogramm Marihuana, 40 Gramm Kokain und 2000 Ecstasy-Tabletten gehandelt haben, wie das Landgericht Kleve gestern mitteilte. Aus Platzgründen wurde der Prozess vom Niederrhein ins Bergische Land verlegt. Denn zu den zehn Angeklagten kommen auch noch bis zu 20 Verteidiger. Ein 22-jähriger Mann türkischer Nationalität aus Wachtendonk gilt als Kopf des Drogenhandels. Er unterhielt unter anderem Kontakte zu Rauchgiftlieferanten im niederländischen Venlo und versorgte Abnehmer in Cuxhaven, Bremen, Hamburg und Neukirchen-Vluyn mit dem Rauschgift.
Zudem kümmerte er sich um den Transport durch Kuriere. Mitte Februar waren fünf Beschuldigte in Wachtendonk und Straelen vorläufig festgenommen worden. Dabei wurden rund 8,5 Kilogramm Marihuana und 40 Gramm Kokain sichergestellt. Neun der Angeklagten befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Drei der Hauptangeklagten haben die Taten weitgehend gestanden. Für den Prozess sind insgesamt zwölf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll nach aktuellen Planungen am Freitag, 16. Oktober, verkündet werden.
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