Geldern: Großbrand in Geldern
VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009Geldern (RPO). 65 Feuerwehrleute sind am späten Freitagabend zu einem Brand in einer Lagerhalle an der Walbecker Straße ausgerückt. Die 20 mal 60 Meter große Halle brannte vollständig aus. Der Schaden liegt bei einer Viertelmillion Euro.
Mit 65 Einsatzkräften hat die Feuerwehr Geldern am späten Freitagabend einen Brand an der Walbecker Straße unter Kontrolle gebracht. Gegen 22.20 Uhr hatte ein Anwohner die Feuerwehr alarmiert: In einer Lagerhalle brannte es. Die Wehr rückte daraufhin mit fünf Löschgruppen und einem Löschzug aus.
"Dank dieses massiven Aufschlags, den wir hatten, konnten wir ein Übergreifen auf andere Hallen verhindern", sagt Einsatzleiter Hans-Willi Lackmann. Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, habe die Halle in einer Tiefe von etwa 40 Metern komplett in Flammen gestanden.
Brandbekämpfung
Einsatzkräfte Vor Ort waren Einsatzkräfte der Löschgruppen Geldern, Baersdonk, Pont, Walbeck, Lüllingen und Veert.
Schützenhilfe Die Kollegen von der Gocher Feuerwehr lieferten Material für den Einsatz.
Das betroffene Gebäude ist nach Angaben Lackmanns viergeteilt. Drei der Lagerbereiche retteten die Einsatzkräfte vor den Flammen. "Wir mussten mit vielen Leuten rein, um ein Übergreifen zu verhindern", erklärt Lackmann das Großaufgebot. Der eine Teil der Halle brannte dennoch komplett aus. "Da war nichts mehr zu retten", so der Feuerwehrmann. In der Halle seien Pappe, Holz, Verpackungsmaterialien und Bücher gelagert gewesen, sagt Lackmann.
"Es gab zwar eine sehr starke Rauchentwicklung, aber keine giftigen Dämpfe oder ähnliches." Auch das Löschwasser sei nicht kontaminiert worden. Wegen des Qualms löschten die Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten. "Zum Austauschen haben wir dann weitere Atemschutzgeräte aus Goch kommen lassen." Die Kollegen leisteten Schützenhilfe, um die Wehrleute aus der Herzogstadt mit frischem Material zu versorgen.
Bis etwa 2 Uhr nachts waren die Einsatzkräfte der Löschgruppen Baersdonk, Pont, Walbeck, Lüllingen, Veert und des Löschzugs Geldern vor Ort. Am Samstagmorgen ging es dann weiter: Sie mussten die verbrauchten Atemschutzgeräte wieder auffüllen, um für mögliche weitere Einsätze gerüstet zu sein.
Die Ursache des Großbrandes ist nach Angeben der Kreispolizeibehörde Kleve noch unklar. Laut Lackmann waren noch in der Brandnacht Kriminaltechniker vor Ort. Die Ermittlungen dauern noch an. Den Sachschaden beziffern die Beamten der Kreispolizei auf rund eine Viertelmillion Euro. Verletzt wurde niemand.
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