Straelen: Grüne protestieren in Straelen gegen Castor
zuletzt aktualisiert: 22.02.2012Straelen (RP). Eine "unsinnige Atommüll-Verschieberei" ist für die Grünen der geplante Castor-Transport von Jülich nach Ahaus. Deshalb rufen die Grünen-Ortsverbände Straelen und Wachtendonk zum Protest auf. Er soll am Donnerstag, 1. März, von 14 bis 17 Uhr auf dem Straelener Marktplatz stattfinden.
Wie berichtet, sollen aus dem Forschungszentrum Jülich bis Mitte 2013 insgesamt 152 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll quer durch NRW ins Zwischenlager nach Ahaus transportiert werden.
Die Strecke könnte auch an Straelen und Wachtendonk vorbeiführen. Bei der für Straelen geplanten Protest-Aktion können Passanten auf einem drei Meter hohen X gegen die Castor-Transporte unterschreiben. Vor der Kulisse einer originalgroßen Castor-Attrappe gibt es außerdem ein breites Informationsangebot zum Transport von Jülich nach Ahaus.
"Der Transport an Straelen und Wachtendonk vorbei ist überflüssig und unnötig", erklärt Hans-Hermann Terkatz, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Straelen. "Durch eine Ertüchtigung in Jülich könnte der stark strahlende Atommüll auch über den 30. Juni nächsten Jahres hinaus dort gelagert werden. Wir wollen die unsinnigen Transporte verhindern. Dafür gehen wir auf die Straße", ergänzt Bruno Jöbkes aus Wachtendonk, Sprecher des grünen Kreisverbandes.
Zu Gast wird Harald Schwalbe sein, Öffentlichkeits-, Kampagnen- und Ökologiereferent vom Landesverband NRW von Bündnis 90/Die Grünen. Außerdem wird ein Mitglied des Landesverbands oder der Landtagsfraktion erwartet.
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