Geldern: GWS setzt auf Altenwohnungen
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 15.07.2009Geldern (RPO). In Nieukerk sollen an Stelle des ehemaligen Plus-Marktes auf dem Friedensplatz barrierefreie Mietunterkünfte entstehen. Für Geldern plant die GWS Ähnliches.
Eine starke Nachfrage nach Single-Wohnungen stellt die GWS Wohnungsgenossenschaft Geldern fest. Noch größer ist nach Auskunft von GWS-Geschäftsführer Paul Düllings allerdings der Bedarf an barrierefreien, altengerechten Mietwohnungen. Ein Umstand, dem die GWS bei ihren für dieses Jahr geplanten Investitionen Rechnung trägt – besonders in Nieukerk.
Dort stehen die Verhandlungen der GWS mit der Eigentümerin des ehemaligen Plus-Marktes auf dem Friedensplatz kurz vor dem Abschluss. Allerdings konnte der zunächst anvisierte Kauftermin 1. Juli nicht gehalten werden.
Die GWS will die Immobilie jetzt zum Jahresende 2009 übernehmen. Im nächsten Jahr kommt es laut Düllings zu einem Teilabriss des Gebäudes. Dafür werden rund 25 altengerechte barrierefreie Mietwohnungen gebaut, zwischen 40 und 70 Quadratmetern groß. Bis zu 800 000 Euro will die GWS investieren.
GWS in Zahlen
Überschuss rund 247 000 Euro (2007: 360 000 Euro)
Instandhaltung rund 871 000 Euro (2007: 1,2 Millionen Euro)
Häuser 204 am 31. Dezember 2008 (Vorjahr 194)
Wohnungen 924 (899)
Garagen 449 (421)
Gewerbeeinheiten 17 (15)
Größere Fläche
Außerdem verhandelt die GWS mit einem Grundstückseigentümer in Geldern über den Kauf einer größeren Fläche. Auch dort sollen barrierefreie Mietwohnungen entstehen. Die GWS will die Verhandlungen zur ersten Sitzung des Aufsichtsrates nach der Sommerpause bis zur Entscheidungsreife bringen.
Rund drei Millionen Euro will die GWS im laufenden Jahr investieren, davon 80 Prozent mit Fremdkapital finanziert. Dickster Brocken sind neben dem Projekt in Nieukerk 700 000 Euro, die in einen Neubau am Meistersweg in Rheurdt fließen.
406 000 Euro listet der Geschäftsbericht 2008, den die Mitgliederversammlung einstimmig billigte, für einen Neubau an der Mecklenburger Straße 15 in Geldern auf. Bis zu 200 000 Euro stehen für den Ankauf und Ausbau des Hauses Issumer Tor/Friedrich-Spee-Straße in Geldern bereit. Modernisierungsmaßnahmen sind in Geldern am Heiligenweg (100 000 Euro) und in der Vernumer Straße (180 000 Euro) vorgesehen.
Eine allgemein größere Nachfrage nach Wohnraum stellt die GWS fest. Und sie rechnet damit, dass sich dieser Trend noch verstärkt. Das bis 2030 prognostizierte Bevölkerungswachstum im Kreis Kleve von 2,5 Prozent, die wachsende Gruppe der 60- bis 80-Jährigen und der Bedarf an kleineren Wohnungen kommen der GWS entgegen.
Unter Denkmalschutz
Für Neubau und Modernisierung gab die GWS im vorigen Jahr fast zwei Millionen Euro aus. Rund 645 000 Euro davon entfielen auf das Haus Bahnstraße 33 mit neun Wohneinheiten in Weeze, das im Herbst fertig wurde.
In Geldern gab die GWS für die Kernsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Hauses Kapuzinerstraße 27 knapp 251 000 Euro aus, für den Neubau Mecklenburger Straße 15 (sechs Wohneinheiten) knapp 143 000 Euro. Hinzu kamen zwölf Garagen und Stellplätze (fast 123 000 Euro) sowie die Ausbau- und Modernisierungsmaßnahme Lindenallee 30-32 und 33-35 in Geldern (rund 270 000 Euro).
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