Geldern: Hartz-IV-Empfänger als Energieberater
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 12.02.2010Geldern (RPO). Caritas, Stadt Geldern und Stadtwerke starten gemeinsam das Projekt "Stromspar-Check" für einkommensschwache Haushalte. Das Prinzip: Arbeitslose sollen zu so genannten Stromsparhelfern ausgebildet werden.
Sie sollen in den Haushalten "Stromfresser" aufspüren und Tipps zum Energiesparen geben. Im Anschluss an das Projekt können sich die Hartz-IV-Empfänger zu Energieberatern weiterbilden lassen, um so wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
20 Prozent weniger Verbrauch
Ziel des "Stromspar-Checks" ist es, die Stromkosten und damit auch den Kohlendioxid-Ausstoß in einkommensschwachen Haushalten um bis zu 20 Prozent zu senken. Besonders ins Visier nehmen die Stromsparhelfer veraltete Geschirrspüler, Fernseher und Hifi-Anlagen mit Standby-Schaltung und herkömmliche Glühbirnen. "Es gibt in unserer Region Menschen, für die die Sorge um eine warme Wohnung zum Alltag gehört oder die Angst haben müssen, dass ihnen der Strom abgestellt wird. Etwa jeder Dritte, der in unsere Schuldnerberatung kommt, hat Energieschulden. Mit der Aktion wollen wir zur Armutsprävention beitragen und gleichzeitig Langzeitarbeitslosen eine Perspektive ermöglichen", sagt Hermann Hengstermann, Vorstand des Caritasverbands Geldern-Kevelaer.
Fünf Stromsparhelfer sollen drei Monate lang ausgebildet werden, um ab dem Sommer kostenlose Energiespar-Beratungen für Menschen, die Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen, anbieten zu können.
Starterpakete
Die Haushalte, in denen sie beraten, erhalten kostenlose Starterpakete mit Energiesparlampen, TV-Abschaltern oder Wasser sparenden Duschköpfen.
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