Geldern: Hund mit Giftköder getötet
zuletzt aktualisiert: 25.04.2007Geldern (RPO). rheurdt (cs) „Aus!“, brüllte Susanne Gehrmann. „Nein, nicht fressen!“ Aus der Entfernung beobachteten sie, wie Hündin Cora am Wegesrand irgendetwas fraß. Zu spät: Der fünfjährige Golden Retriever hatte den Köder bereits verschlungen. Zehn Minuten später brach der Hund zusammen. Susanne und Dieter Gehrmann brachten Cora sofort in die Hundeklinik nach Duisburg, wo die Hündin jedoch einen Tag später verstarb.
Das Ganze passierte am vergangenen Freitag auf dem Maaßensteg in Schaephuyse. Nachdem der Hund zusammengebrochen war, eilte Dieter Gehrmann zu der Stelle zurück, sicherte die Reste des Hackfleisch-Köders und informierte die Gemeindeverwaltung Rheurdt. „Das Veterinäramt wird eine Analyse ziehen“, sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. „Außerdem wird der Hund obduziert.“ Das Ergebnis steht noch aus.
Wohl aber dem Ehepaar Gehrmann, die eine Hundezucht betreiben. „Cora hat vor rund einem Jahr schon einmal Gift gefressen“, erinnert sich Susanne Gehrmann. Damals konnten die Ärzte in der Duisburger Klinik den Golden Retriever jedoch retten. Außerdem hat das Paar von einem Fall gehört, wonach vor kurzem in Schaephuysen bereits ein Hund vergiftet und getötet worden sein soll. Auf der Wiese am Maaßensteg waren die Gehrmanns erst zum zweiten Mal mit Hündin Cora. „An vielen Stellen werden wir weggejagt, wenn wir mit unseren Hunden trainieren wollen.“ Was nicht nur das Paar, sondern auch Bürgermeister Kleinenkuhnen besorgt, ist die Tatsache, dass der Giftköder gleich am Wegesrand lag – wie auf dem Präsentierteller. „Auch angeleinte Hunde hätten daran gelangen können“, sagt Kleinenkuhnen. „Und auch Kleinkinder!“
Die Polizei bittet alle Hundehalter, die Tiere anzuleinen und auf etwaige weitere Köder zu achten. Personen, die eventuell Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Kripo Geldern unter Tel. 0 28 31/12 50 zu melden.
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