Geldern: Kein Schülermangel in Issum und Kerken
VON STEFAN KRIEGEL - zuletzt aktualisiert: 23.11.2009Geldern (RPO). kerken / issum Der demografische Wandel wird nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung schon bald radikale Veränderungen im deutschen Schulsystem erzwingen. Bis zum Jahr 2025 wird die Zahl der Sechs- bis 18-Jährigen von knapp elf Millionen auf neun Milionen zurückgehen.
In der Kerkener Gemeindeverwaltung ist das Problem der sinkenden Schülerzahlen schon intensiv beraten worden. "Auch jüngst während eines Termins bei der Bezirksregierung kam dieses Thema zur Sprache", berichtet Paul Thiel, Fachbereichsleiter Schule. Doch gerade dieses Gremium habe die Idee, in Aldekerk mit der bestehenden Kardinal-von-Galen-Hauptschule und einem Zweig einer neuen Realschule eine Verbundschule zu schaffen, abgelehnt.
268 Kinder auf der Hauptschule
Ansonsten sind Thiel und Bürgermeister Dirk Möcking mit den Entwicklungen der Schülerzahlen in der Hauptschule noch zufrieden. Diese Schule besuchen im Augenblick 268 Jungen und Mädchen. 36 wurden in diesem Jahr in die Klasse 5 eingeschult. "Damit können wir auch noch die Klasse 10 B mit dem Abschluss Fachoberschulreife anbieten", fügt der Fachbereichsleiter hinzu. Doch die Kerkener wollen die Augen geöffnet halten und sperren sich nicht gegen eine Zusammenarbeit mit anderen Schulen dieser Art. Die Grundschulen in der Gemeinde Kerken werden im Augenblick sogar noch dreizügig geführt. In die St.-Petrus-Grundschule Aldekerk gehen 258 Jungen und Mädchen und in die Marienschule Nieukerk 234.
Ähnlich ist die Situation in Issum, wie Hauptamtsleiter Johannes Elbers berichtet. Durch den Zusammenschluss der Hauptschule in Sevelen mit der Hauptschule Rheurdt – nächsten Sommer wechseln aus der Nachbargemeinde vier weitere Klassen nach Sevelen – sei der Bestand mittelfristig gesichert. Aktuell lernen in der Käthe-Kollwitz-Schule 253 Schüler. Doch auch in Issum wolle man sich mittelfristig weiteren Zusammenarbeiten nicht verschließen. Die St.-Nikolaus-Grundschule besuchen in diesem Schuljahr 214 Kinder, in die Brüder-Grimm-Schule gehen 221, so dass die durchgehende Zweizügigkeit gesichert ist. Elbers rechnet hier bis zum Jahr 2015 mit einem Rückgang von etwa zehn Prozent.
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