Weeze/Kevelaer: Keine Spur nach „Liebesnest“-Brand
zuletzt aktualisiert: 18.10.2006Weeze/Kevelaer (RPO). Vollkommen im Dunkeln tappt die Polizei nach dem Brand des mobilen „Liebesnests“. Wie berichtet, war das ältere Reisemobil mit Gelsenkirchener Kennzeichen auf dem Parkplatz Hüdderath in Höhe des Kieswerks an der Bundesstraße 9 zwischen Weeze und Kevelaer am Montagabend in Flammen aufgegangen. Laut Polizeimitteilung von gestern steht immer noch nicht fest, ob es sich um Brandstiftung handelt oder ob das Fahrzeug aus anderen Gründen in Brand geriet.
Als das Feuer gegen 19.20 Uhr entdeckt wurde, befand sich niemand in dem Wohnmobil, das nach Erkenntnissen der Weezer Gemeindeverwaltung von einer Frau als rollendes Bordell benutzt wurde. Der Zeuge, der das Feuer bemerkte, sah, wie ein unbekannter dunkler Pkw von dem Parkplatz herunterfuhr und sich auf der B 9 in Richtung Weeze entfernte. Das Auto hatte die Beleuchtung nicht eingeschaltet.
Über die Hintergründe der Tat sind bisher nur Spekulationen möglich. Es gibt laut Polizeipressesprecher Heinz van Baal keine Hinweise darauf, ob es sich um die Beseitigung einer Konkurrentin im Rotlicht-Milieu handele oder um Streit zwischen einem Freier und der Prostituierten. Die Frau habe sich bisher bei der Polizei auch noch nicht gemeldet.
Seit wann das „Liebesnest“ am Kieswerk stand, steht nicht fest. Einem RP-Leser war es seit rund drei Wochen aufgefallen. Eine Handhabe gegen das Gewerbe hatte die Gemeindeverwaltung nicht. Dafür hätte der Gemeinderat die Errichtung eines Sperrbezirks beschließen müssen.
Auf Hinweise aus der Bevölkerung ist die Polizei angewiesen. Wer irgendwelche Beobachtungen rund um das Wohnmobil gemacht hat, sollte die Kriminalpolizei in Goch unter % 0 28 23/ 10 80 benachrichtigen.
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