Kreis Kleve: Kultur mit Pommes und Mayo
VON SEBASTIAN DALKOWSKI - zuletzt aktualisiert: 17.07.2008 - 09:22Kreis Kleve (RPO). Von Rees führt die Tour über Isselburg und Anholt zurück nach Rees. Unterwegs sieht der Fietser einen historischen Ortskern und wilde Tiere – und isst die guten holländischen Fritten.
Die 46 Kilometer lange Strecke beginnt in Rees an der Kirche Maria Himmelfahrt. Bei sonnigem Wetter empfiehlt sich ein Spaziergang auf der Rheinpromenade, die von vielen Restaurants und Cafés gesäumt wird. Wer vor dem Fahrrad noch mal aufs Schiff will, kann eine Tour über den Rhein machen. Auch zu empfehlen: Die Kasematten, das Koenraad-Bosman-Museum und der Skulpturenpark.
Dann geht es raus aus der Stadt und nordöstlich zur Bauernschaft Aspel. Dort liegt das „Geistliche Zentrum Haus Aspel der Töchter vom heiligen Kreuz“, auf dessen Grundstück ein Landschaftspark, ein Burghügel und eine Kapelle aus dem frühen 19. Jahrhundert beherbergt sind. Im Anschluss führt die Fahrt bis an die Grenzen des Lindendorfes Haldern. Dort lässt sich beispielsweise die katholische Pfarrkirche St. Georg besichtigen. Der Battenbergturm, entstanden Ende des 15. Jahrhunderts, ist einer der wenigen erhaltenen Wohntürme im nördlichen Rheinland.
Die Tour
Routen-Länge 46 km
Anreise Auto Auf der A 57 bis zur Ausfahrt Uedem, durch Uedem fahren und am Peddenschlag rechts auf die L 5, links auf die B 67, nach der Rheinüberquerung rechts auf den Grüttweg, rechts auf „Vor dem Delltor“, links auf die Kapitelstraße
Hilfe Touristinformation Rees, % 02851 51200, www.stadtrees.de
Kleinste Kirche der Niederlande
Weiter führt die Tour in die Stadt Isselburg. Der historische Ortskern lohnt einen Spaziergang. Sehenswert sind der historische Wehrturm (15. Jahrhundert) und das Rathaus (16. Jahrhundert). Im Anschluss führt die Fahrt bis an die holländische Grenze. Wer will, macht einen Abstecher in den niederländischen Ort Dinxperlo, das nur durch eine Straße vom deutschen Suderwick getrennt wird. In Dinxperlo steht die kleinste Kirche der Niederlande („De Rietstap“). Ein Bauer errichtete die Kirche, weil seine Familie einer Seuche entgangen war. Und für die holländischen Pommes mit holländischer Mayonnaise lohnt sich ohnehin jeder Umweg.
Nun geht die Fahrt an der Grenze entlang. Noch vor Anholt bietet sich ein Abstecher ins niederländische Dorf Gendringen an. Auch Anholt ist sehenswert, vor allem Burg Anholt, die einem französischen Loire-Schloss nachempfunden ist. Es gibt dort eine Gemäldesammlung mit einem Rembrandt-Original und eine Waffenkammer. Der Park „Anholter Schweiz“ lehnt sich im Stil an einen englischen Landschaftspark an. Fürst Leopold zu Salm-Salm hat ihn Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Im Wildpark leben Bären, Wölfe und Luchse in großen Gehegen.
Der nächste Zwischenstopp ist Millingen. Das Naturschutzgebiet Hetter-Millinger Bruch ist nahe. Einige seltene Vogelarten leben dort. Über Millingen geht es weiter nach Bienen. Auch dort kommen Naturfreunde auf ihre Kosten. Der Bienener Altrhein ist schnell erreicht. Im Anschluss geht es über Esserden zurück zum Startpunkt Rees.
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