Straelen: Märchenhaftes Straelen
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 28.01.2008Straelen (RPO). Grimm, der Familienname von Prinz Uwe I., lieferte den Jecken aus der Blumenstadt die ideale Anregung für phantasievolle Wagenmotive und Fußgruppenkostüme.
Der Bürgermeister kam als Froschkönig, seine Stellvertreterin als Prinzessin. Doch nicht nur Johannes Giesen und Monika Mertens ließen sich von einer alten Mär inspirieren. Tausende Jecken auf Wagen und zu Fuß setzten das Motto der Session „In Stroele spricht man überall vom Märchenprinz im Karneval“ in einen farbenprächtigen und phantasievollen Umzug um, der Straelen einmal mehr zur Hochburg des niederrheinischen Karnevals werden ließ. Zehntausende Zuschauer jubelten den Aktiven zu, befeuert nicht zuletzt durch die schwungvollen Musikkapellen auch aus den Niederlanden.
Der Zug in Zahlen
111 Gruppen bildeten den Straelener Karnevalszug, darunter eine starke Abordnung aus Velden, das mit den Straelener Jecken seit 50 Jahren befreundet ist.
90 Feuerwehrleute aus Straelen, Geldern und Kempen sicherten den Zug.
55 DRK-Sanitäter aus Straelen und Umgebung waren im Einsatz.
Für einen Mann wurde gestern ein Traum Wirklichkeit: Hoch oben auf seinem Wagen nahm Prinz Uwe I. Grimm auf der Venloer Straße gut anderthalb Stunden lang die Narrenparade ab, bevor sich sein Prunkgefährt als Schluss- und Höhepunkt einordnete und Richtung Innenstadt rollte. Dort hatten die Zuschauer schon viele Märchenfiguren bestaunen können: Schneewittchen und die sieben Zwerge, das Rumpelstilzchen, Ali Baba und die 40 Räuber, der gestiefelte Kater.
Der Goldesel war eine der sagenhaften Figuren, durch die Jecken Märchenhaftes mit Kommunalpolitik verbanden. Die Nachbarschaft „Obere Marienstraße“ machte damit auf die Probleme der Neubaugebiete aufmerksam. Das Übersetzer-Kollegium brachten die Hetzerter Gecken schön zur Geltung und übertrugen Grimms Geschichten in viele Sprachen. Den diskutierten Saunaclub am Schwimmbad hatten die Rockmaschine und der Kegelclub Holt schon fertig – mit rotem Licht und reichlich Dampf. Eine Palette „Straelener Märchen“ präsentierte der Freundeskreis Mailänder: den Theo-Momm-Pflughafen Auwel, die Untertunnelung von Broekhuysen und die Tecklenburg-Arena. Was einmal mehr mit „Helau“ quittiert wurde.
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