Straelen: Mehr Eintritt fürs Top-Spiel
VON DANIEL GONZALES - zuletzt aktualisiert: 05.04.2007Straelen (RPO). Für die Begegnung gegen Rot-Weiß Oberhausen will der SV Straelen den Eintritt erhöhen. Der Verein muss zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.
Wenn es am Sonntag, 22. April, zum Topspiel in der Fußball-Oberliga zwischen dem SV Straelen und Rot-Weiß Oberhausen kommt, wird es in der Blumenstadt beben. Mit weit mehr als 2000 Zuschauern rechnet der Verein, alleine 1400 werden aus der Stadt des Oberliga-Spitzenreiters Oberhausen erwartet.
Wochenlang hatte die gesamte Vereinsspitze dafür gekämpft, das Spiel in Straelen stattfinden zu lassen (die RP berichtete mehrfach). Zu prestigeträchtig ist ein Auftritt gegen einen solch zugkräftigen Gegner wie Rot-Weiß Oberhausen „Eine Verlegung in eine andere Stadt wäre für alle Beteiligten peinlich gewesen“, meint SVS-Vorsitzender und „Macher“ bei der Erstvertretung, Hermann Tecklenburg.
Krawalle im August
Randalierende Fans des KFC Uerdingen im vergangenen August ließen die Polizei Sicherheitsauflagen für das Spiel des SV Straelen gegen Rot-Weiß Oberhausen fordern. Damals gab es Übergriffe wütender KFC-Fans, die Polizei nahm mehrere Randalierer fest. Von Seiten des KFC war dagegen der Vorwurf gekommen, die Polizei habe zu hart durchgegriffen.
Bauzaun trennt Fanlager
Aber die Warnungen der Polizei vor einem harten Kern gewaltbereiter „Fans“ des Gegners überzeugten auch Tecklenburg und seinen Stellvertreter Peter Delbeck, bisher nie dagewesene Sicherheitsmaßnahmen an der Römerstraße zu ergreifen. Mindestens 300 Meter verankerter Bauzaun, schätzt Delbeck, werden die beiden Fanlager trennen.
Während die Straelener Besucher so bisher die gesamte Tribüne und den Bereich vor dem Clubhaus in Beschlag nehmen dürfen, werden die Oberhausener die Gegenseite an den Trainerbänken und die Stufen hinter dem Tor einnehmen. Auf dem Trainingsgelände werden Toiletten und Verpflegungsstände errichtet. Gleich auf zwei Zusatztribünen dürfen sich die Gäste breit machen.
Vor dem Stadion leiten 20 Verkehrskadetten die Autos. „Der Aufwand ist überschaubar“, erklärt Tecklenburg. Trotzdem wird es einen Zuschlag auf den üblichen Eintrittspreis (bisher für einen Stehplatz sieben Euro, für einen Sitzplatz neun Euro) geben, der vermutlich bei zwei Euro liegt. Für das Spiel wird es einen Kartenvorverkauf bei Tabak Worring geben, der aber erst in ein bis zwei Wochen startet.
Einen Shuttleservice vom Bahnhof in Geldern wird es nicht geben. Mehrere Busunternehmer hatten dankend abgelehnt, wohl wissend, dass Oberhausener Anhänger schon häufiger ganze Busse und Bahnwaggons auseinander genommen haben. Der SVS geht davon aus, dass sich die Oberhausen-Fans in ihrer Heimatstadt geschlossen in einen Bus setzen, der von der Polizei auf der Autobahn abgefangen und zur Römerstraße geleitet wird.
20 Oberhausener, die in den vergangenen Spielen auffällig geworden sind, erhalten Stadionverbot. Neben der Polizei, die mit gut 100 Mann anrücken wird, werden 15 private Sicherheitsleute eingesetzt.
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