Geldern: Michaelschule im Egmondpark?
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 30.05.2008Geldern (RPO). Die Gelderner Verwaltung hat gestern empfohlen, eine neue Grundschule im Stadtgebiet zu bauen. Für den Standort gibt es drei Vorschläge – und einen Favoriten.
Für die Eltern der Michaelschule gibt es seit gestern zumindest einen Ansatz von Ahnung, wie es für ihre Kinder in Zukunft weitergeht. In der Vorlage für den Schulausschuss am kommenden Donerstag, 5. Juni, umreißt die Gelderner Stadtverwaltung ein mögliches Szenario. Wenn der Planungsausschuss und der Rat den Plänen für das „Michaels4tel“ zustimmen und die Michaelschule nicht an ihrem jetzigen Standort bleiben kann, dann empfiehlt die Verwaltung einen Neubau an einem anderen Standort in der Ortschaft Geldern. Mögliche Punkte dafür sind „Im Staufeld“, der Egmondpark und der Platz neben der Realschule an der Fleuth. Die Kosten von rund 1,55 Millionen Euro für das Projekt soll der Investor für das „Michaels4tel“ tragen.
Schulausschuss
Weitere Themen Die Ausschussmitglieder diskutieren neben der Michaelschule auch über die Konzepte für die Schulmensen, die mögliche Umwandlung weiterführender Schulen in Ganztagsschulen und die Entwicklung der Grundschulen.
Termin Donnerstag, 5. Juni, 18 Uhr
Ort BürgerForum, Issumer Tor 36
Einheit auf jeden Fall
Ein Neubau wäre nach Meinung der Eltern nur die zweitbeste Lösung. Nachdem sie im April erfahren hatten, dass ein Investor dort ein Einkaufsviertel plant und dadurch die Schule gefährdet sein könnte, haben die Mütter und Väter klar Position bezogen: Die Schule soll als Einheit erhalten bleiben, und zwar am jetzigen Standort.
Die Einheit der Schule schient nach den ersten Stellungnahmen der im Rat vertretenen Fraktionen inzwischen sicher. „Lehrer und Schüler bleiben alle zusammen, die Schule und ihr Konzept werden fortbestehen“, sagte Marianne Ingenstau, Mitglied des Schulausschusses und der Mehrheitsfraktion CDU, gestern der Rheinischen Post. In der kommenden Woche müssten die Politiker abwägen, ob sie die Pläne für das „Michaels4tel“ befürworten. „Wenn dies so kommt, dann werden wir im Dialog mit den Eltern abwägen, welcher der Standorte der ideale ist“, sagte Marianne Ingenstau.
Die Grünen gehen in ihre Forderungen noch weiter. „Erst die Schule, dann der Kommerz“, hieß es gestern in einer Stellungnahme des Vorsitzenden Bernd Bianchi. Die Michaelschule boome „in nicht gekannter Form“ und müsse daher an ihrem jetzigen Standort erhalten bleiben. Die Grünen können sich eine Entwicklung des Viertels zur Einkaufszone vorstellen, diese solle aber „mit der Nutzung der Schule in Einklang stehen“.
Unter den drei Vorschlägen für den neuen Standort erscheint der Egmondpark als Favorit. Im Staufeld hatten sich im vergangenen Jahr bereits Parkplatzprobleme abgezeichnet, der Standort neben der Realschule an der Fleuth liegt für die meisten Kinder der Michaelschule weiter entfernt als der Egmondpark.
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