Gelderland: Neue Flächen für Windenergie
VON STEFAN KRIEGEL - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012Gelderland (RP). Klaus Schulze Langenhorst untersucht im Gelderland derzeit mehrere Gebiete, auf denen Windenergieanlagen gebaut werden könnten. Privatleute, Landwirte, Banken, Vereine und Energieversorger sollen beteiligt werden.
Vor etwa zehn Jahren herrschte großer Unmut in der Bevölkerung, als die ersten Windenergieanlage (WEA) im Oermter Feld – im Dreieck der Gemeinden Issum, Kerken und Rheurdt – geplant und gebaut wurden. Jetzt betreiben Planer und Investoren eine ganz andere Politik. Sie möchten viele Interessensgruppen mit ins Boot nehmen.
Klaus Schulze Langenhorst, der bereits am bisherigen Bau der Anlagen im Oermter Feld beteiligt war, erläuterte seine aktuellen Planungen. Er verweist darauf, dass nach dem neuen Energieerlass der NRW-Landesregierung die Kommunen verpflichtet seien, einen gewissen Prozentsatz an Fläche, auf den Windräder entstehen können, auszuweisen. Dazu gehört das Einhalten der Vorgaben der Landesregierung, den Windenergieanteil von drei auf 15 Prozent am Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 zu erhöhen.
Planer
Investor Planer und Investor für mögliche neue Windenergieanlage im Kreis Kleve ist Klaus Schulze Langenhorst.
Funktion Er ist Geschäftsführer der SL Windenergie Unternehmensgruppe.
Sitz Das Unternehmen hat seinen Sitz in 45964 Gladbeck, Voßbrinkstraße 124.
Erreichbar Das Unternehmen ist erreichbar unter Tel. 02043 20650 oder E-Mail sl@sl-windenergie.de.
"Daraufhin haben wir einige Untersuchungen vorgenommen, wo im Gelderland noch solche Anlagen sinnvoll gebaut werden könnten", berichtet der Planer. Dabei macht er jedoch sehr deutlich, dass es sich bisher nur um Untersuchungsgebiete handele. Denn die Kommunalpolitiker müssten über Änderungen in den Flächennutzungsplänen erst dafür sorgen, dass dort wirklich solche Anlagen entstehen dürfen.
Um nun möglichst viele Bürger und Interessensgruppen mit ins Boot zu holen, entwickelten Schulze Langenhorst und seine Mitstreiter ein besonderes Konzept. Die Landwirte, auf deren Flächen die Anlagen entstehen (etwa 15 bis 20), gründen eine Gesellschaft. Die Gesellschaft hat den Sitz in der jeweiligen Kommune, so dass die Gewerbesteuer in den Haushalt der Heimatgemeinde fließt. Außerdem wird eine Stiftung gegründet, in die die Landwirte freiwillig eine gewissen Prozentsatz des Ertrages einzahlen. Die Stiftung schüttet das Geld wiederum an heimische Vereine und Verbände aus. Das bestätigte Theo Steegmann, Sprecher einer Vereinigung von Landwirten aus Oermten.
"Ich werde als relativ kleiner Investor an den Projekten beteiligt bleiben, weil die Banken es so wünschen", blickt der Planer in die Zukunft. Er möchte aber vor allem auch die heimischen Energieversorger einbinden. Interessiert ist Schulze Langenhorst auch an der Mitarbeit von Banken vor Ort. Sie könnten auch für die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger als Anleger und Investoren sorgen.
Gedacht ist unter anderem an sicherheitsorientierte Anleger. Sie könnten Sparbriefe regionaler Banken möglichst ab 500 Euro mit garantierter Verzinsung und kurzer Laufzeit vertreiben. Weitere Details sind noch nicht bekannt. Für den unternehmerisch denkenden Anleger ist an höher verzinste Papiere möglichst ab 2000 Euro mit langer Laufzeit einschließlich Gewinnbeteiligung gedacht. Großanleger sind nicht erwünscht.
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