Geldern: Parmak legt Mandat nieder
VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 12.09.2011Geldern (RP). Mit Ablauf des 30. September verzichtet Vural Parmak auf seinen Sitz im Stadtrat. Sein Platz wird frei bleiben. Die Linke, für die der Gastronom das Mandat gewann, hat keinen Nachfolger mehr auf ihrer Liste.
Ein Ex-Linker ist bald auch ein Ex-Ratsmitglied: Der Gelderner Vural Parmak wird sein Mandat im Rat der Stadt niederlegen. Das geht aus dem Amtsblatt der Stadt hervor. Nach RP-Informationen sollen persönliche Gründe Parmak dazu bewogen haben. Parmak selbst war gestern nicht zu erreichen. Mit Ablauf des Monats September verzichtet Parmak, so beschreibt es das Amtsblatt, auf sein Mandat, das er bei der Kommunalwahl 2009 für die Linken gewonnen hatte.
Einen Nachfolger wird es nicht geben. Im Amtsblatt erklärt Bürgermeister Ulrich Janssen, dass der "Sitz des Herrn Vural Parmak (...) frei bleibt, da auf der Reserveliste der Partei ,Die Linke' kein Ersatzbewerber mehr notiert ist." Gegen diese Entscheidung kann schriftlich beim Bürgermeister Einspruch erhoben werden.
Sitzung am 29.9.
Wann Die nächste Sitzung des Rates ist am Donnerstag, 29. September.
Wo Sie beginnt um 18 Uhr im Bürgerforum, Issumer Tor 36.
Wer Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte sind eingeladen, Sitzungen und Ausschüsse zu besuchen. Redemöglichkeit besteht bei der Fragestunde.
Bei der CDU abgelehnt
Mit Parmaks Abgang endet ein Hin und Her, das unmittelbar nach der Kommunalwahl 2009 begann. Kurz darauf nämlich trat der 35-Jährige aus der Partei "Die Linke" aus und meldete Interesse an der CDU an. Auch die SPD berichtete indes von Gesprächen mit Parmak, wobei sich allerdings Sozialdemokraten und Parmak gegenseitig beschuldigten, diese aktiv initiiert zu haben.
Die CDU jedoch erklärte nach Beratung im Kreisverband, Parmak aufgrund dessen Vergangenheit in der Linkspartei nicht mal eben aufnehmen zu wollen und bot ihm stattdessen eine Art Praktikum in der Fraktion an. Das allerdings lehnte Parmak ab und blieb nicht nur als Parteiloser im Rat, sondern dort auch weitestgehend unauffällig.
Wenn Parmaks Platz wie vorgesehen frei bleibt, gibt es im Stadtrat ein Stimmenverhältnis, das gerade jetzt, vor den anstehenden Haushaltsberatungen, den gesamten Rat lähmen könnte – sollte Bürgermeister Janssen (CDU) bei entscheidenden Themen mit seiner Fraktion stimmen. Die CDU sitzt mit 19 Mandatsträgern im Rat, mit des Bürgermeisters Stimme kommt sie auf 20. Damit gibt es eine Pattsituation: Auch SPD, Grüne und FDP kommen gemeinsam auf 20 Stimmen.
Siebter Wechsel
Parmak ist das sechste Ratsmitglied, das seit der Kommunalwahl sein Amt niederlegt. Vier CDUler (Edda Gravendyck, Karl-Heinz Biermann, Werner Kirking und Michael Paesch) gaben aus Altersgründen auf, Georg Roth (FDP) ging nach Streit mit seiner Fraktion. Bei der SPD verstarb Ratsmitglied Daniela Rulofs.
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