Geldern: Piraten entern Hartefeld
VON BIANCA MOKWA UND SIMON HABERL - zuletzt aktualisiert: 16.02.2010 - 12:56Geldern (RPO). Geld war eines der Themen beim Hartefelder Karnevalsumzug. Viele liebevoll gestaltete Wagen waren unterwegs. Für ein Lächeln von Prinz Walter I. lohnte sich das Ausharren in der Kälte – und natürlich für die Kamelle.
Der Hartefelder Karnevalszug war ein Treffen der Generationen. Bereits seit vielen Jahren dabei ist Johannes Schmetter. Er ist schon seit der Gründung des Trommlerkorps Blau-Weiß Mitglied und lässt es sich nicht nehmen, jedes Jahr in der ersten Reihe zu stehen. Am meisten freute er sich auf den Prinzenwagen. Früher ist er selbst einmal Karnevalsprinz gewesen, und darüber hinaus 20 Jahre Mitglied des Elferrates.
Strahlender Prinz
Mit strahlendem Lächeln zog Hartefelds Prinz Walter I. auf dem Prunkwagen am Schluss des Zuges an den Narren vorbei. Er und der Elferrat ließen Schokoladentafeln, Primeln und Bonbons auf die wartenden Jecken regnen. Kleine Käsespieße servierten die närrischen "Fusionisten". Das passte zu ihrem aufwändigen Mottowagen "Alles Käse ohne Mäuse" – eine Stichelei gegen die Finanzkrise. Gezogen wurde der Wagen von einem knallroten Porschetrecker. Für gerechte Entlohnung des "weißen Saftes" warben die Milchbauern der Schützenbruderschaft Vernum. Kostümiert waren sie wie "schwarzbunte" Kühe. Als Bienenvolk war die Antonius-Bruderschaft unterwegs.
Aufstellung und Musik
Insgesamt hatten sich 22 Gruppen, inklusive DRK, zum Rosenmontagszug in Hartefeld aufgestellt. Das Motto: "Beim Karneval in Hartefeld regiert Prinz Walter die Narrenwelt". Für Live-Musik sorgten der Spielmannszug Bergknappen Geldern, der Spielmannszug aus Kapellen und der Spielmannszug Blau-Weiß Hartefeld.
23 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Pont begleiteten den Zug. "Das machen wir seit über 30 Jahren, damit die Hartefelder feiern können", war die solidarische Erklärung. "Wir sind heute ein wilder Haufen", bezeichnete Hermann-Josef Tombergs, Löschgruppenführer Hartefeld, seine Kameraden. Als Piraten verkleidet dümpelten sie mit ihrem Schiff am närrischen Volk vorbei.
Gute Laune verbreiteten die Musikgruppen. Bei eisigen Temperaturen war Schunkeln ein gutes Mittel gegen die Kälte. Bevor der Zug losging, blieben die Flöten der Bergknappen aus Geldern aber in der Tasche. "Damit später keine schiefen Töne rauskommen." Für jede Menge Stimmung sorgte der Besuch aus Geldern: Bereits die Kleinsten riefen "KKG – Helau". Mit dem Gelderner Kinderprinzenpaar Katja III. und Sean I. war auch die nächste Generation vertreten.
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