Gelderland: Public Viewing zur WM 2010
VON BIANCA MOKWA, STEFAN KRIEGEL UND CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 12.11.2009Gelderland (RPO). Die Gemeinde Wachtendonk möchte zur Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr Public Viewing anbieten. Andere Kommunen sind mit der Planung noch nicht so weit – oder wollen kein öffentliches Guck-Erlebnis.
Die Gemeinde Wachtendonk steht schon in den Startblöcken für die WM 2010. Sie möchte auf dem Friedensplatz Public Viewing anbieten – gemeinsames Fußball-Gucken als Erlebnis. Besorgte Ratsmitglieder ließen die Anwohner des Friedensplatzes bereits befragen, ob ein Public Viewing erwünscht ist. Im Falle eines gemeinsamen Fußballabends auf einem öffentlichen Platz wäre das der Ort der ersten Wahl. Bürgermeister Udo Rosenkranz bekam für die Nachfrage einen Brief betroffener Anwohner. "Die sind selber fußballbegeistert und haben sich positiv geäußert", sagt er. Bei dem Großereignis wird er auch anzutreffen sein. "Einen Deutschland-Schal habe ich schon zu Hause."
So war es 2006
Orte Bei der WM 2006 gab es in zahlreichen Städten Public Viewing. Bekannt wurden vor allem die riesigen Fanzonen in Berlin, Köln, Frankfurt und Hamburg.
WM 2010 Das Turnier findet vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika statt. Bei der letzten WM 2006 wurde Deutschland Dritter.
Hoffen auf Losglück
Ab heute liegen dem Rat die Befragungsergebnisse vor. Dann wird abschließend über das Vorhaben beraten. Eventmanager Manuel Bodden aus Wachtendonk trägt einen möglichen Hinderungsgrund für lange Fußballnächte unter freiem Himmel vor: Erst bei der Auslosungsphase der Fifa am 4. Dezember entscheidet sich, wann die deutschen Spiele stattfinden. Für Sponsoren wären Spiele um die Mittagszeit, in der der Großteil der Bevölkerung arbeitet, wenig lukrativ. "Aber vielleicht haben wir ja Glück, und die Spiele der Deutschen finden alle abends oder am Wochenende statt", hofft Bodden.
In Geldern hat die Stadtverwaltung bislang nichts geplant, sagt Stadt-Sprecher Herbert van Stephoudt. "Es sind bis jetzt auch keine Anträge von Organisatoren eingegangen." Gleiches gilt auch für die Stadt Straelen. Auch in der Verwaltung der Gemeinde Issum gibt es zurzeit keine Überlegungen, eine Public Viewing-Zone einzurichten.
In der Gemeinde Kerken könnte ein öffentliches Fußballgucken eher auf privater Basis organisiert werden. Wolfgang Notz, Vorsitzender des Fördervereins Adlersaal Nieukerk, bestätigt entsprechende Gespräche mit der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Deren Schützenfest fällt auf das WM-Endspiel-Wochenende".
Interessenten gesucht
Ob noch andere Begegnungen im Adlersaal gezeigt werden, ist ebenfalls offen. Dafür suchen die Mitglieder des Fördervereins private Interessenten, die solche Veranstaltungen organisieren möchten.
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