Geldern: Radstation nimmt Gestalt an
VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 16.02.2011 - 11:53Geldern (RPO). Es gibt einen Entwurf, wie die für den Gelderner Bahnhof vorgesehene Fahrrad-Garage aussehen soll. Damit kommt endlich Bewegung in ein Projekt, das bereits 2004 geplant wurde, dann aber an der Betreibersuche scheiterte.
Nach sieben Jahren soll aus einer Idee nun ein funktionierendes Angebot werden: Das Projekt "Radstation" am Gelderner Bahnhof nimmt Fahrt auf. Dem Gelderner Bau- und Planungsausschuss werden am Donnerstag die Zeichnungen vorgestellt, wie die Radstation aussehen könnte.
Unklar ist allerdings, wann das Projekt tatsächlich umgesetzt wird. Denn: Es gibt noch keinen Betreiber, der die Radstation übernehmen möchte. Daran scheiterte das Projekt in den Jahren zuvor. Doch Paul Düllings, Geschäftsführer der Gelderner Wohnungsgenossenschaft (GWS), der das Bahnhofsgebäude gehört, ist dieses Mal zuversichtlich: "Wir haben viele Vorgespräche geführt. Ich bin sehr optimistisch." Sollte der Ausschuss am Donnerstag den Gestaltungsvorschlag abnicken, steige die GWS noch einmal in konkrete Gespräche mit potenziellen Betreibern ein.
Das Konzept
In einem Bereich der Radstation soll Platz für bis zu 342 Fahrräder sein. Diese wären durch eine Automatikschaltung rund um die Uhr einstell- und abholbar. Nutzer haben Zugang per Chipkarte, zudem gibt es eine Videoüberwachung. Die Kosten belaufen sich auf 70 Euro jährlich oder sieben Euro pro Monat beziehungsweise 70 Cent pro Tag. Die bisherigen Parkboxen, von denen die Stadt Geldern 72 am Bahnhof betreibt, kosten 60 Euro Miete pro Jahr.
Förderanträge gestellt
Die Stadt Geldern will am Bahnhof eine Radstation einrichten, ohne dass diese im städtischen Haushalt zu Buche schlägt. Rund 467 000 Euro sind laut Düllings für die Radstation veranschlagt. Davon könnten 70 Prozent aus Landesfördermitteln bezahlt werden, ein entsprechender Antrag wurde eingereicht. Die restlichen 30 Prozent der Kosten übernimmt die GWS. "Mündlich wurde uns auch schon signalisiert, dass alles okay ist", sagt Düllings über den Förderantrag. Eine offizielle Bewilligung könne es aber frühestens Ende Juni geben. Und erst dann könne die GWS die Aufträge vergeben. Bis die Radstation umgesetzt wäre, würde demnach noch gut ein Jahr vergehen.
Die Stadt Geldern ist wirtschaftlicher Eigentümer an der Genossenschaft GWS, ihr gehören mit Abstand die meisten Anteile. Geplant ist ein Servicebereich mit Pannenhilfe, Fahrradverleih und touristischer Informationsstelle. Geöffnet sein soll dieser montags bis freitags von 4.45 bis 20 Uhr und samstags von 7.30 bis 20 Uhr. Sonn- und feiertags wäre dann zwischen 8.30 und 20 Uhr geöffnet. In einem weiteren Bereich der Radstation können bis zu 342 Fahrräder geparkt werden.
Die Radstation mit Fahrradparkhaus soll zum Gesamtbild des Niersparks passen und sich Polizei/Finanzamt und Unterführung optisch angeglichen. Somit sind auch dort Sichtbeton, Stahlelemente und farbige Fenstereinfassungen geplant. Die Radstation wird in den linken Bereich des Bahnhofes integriert, der früher als Bergknappen-Vereinsheim genutzt wurde. Das Rad-Parkhaus soll noch etwas weiter links errichtet werden, wo derzeit noch Fahrradständer montiert sind. KOMMENTAR
Info Der Bau- und Planungsausschuss tagt am Donnerstag, 17. Februar, ab 18 Uhr im Bürgerforum, Issumer Tor 36.
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