Geldern: Rehbock in Innenstadt erschossen
zuletzt aktualisiert: 29.04.2010 - 16:16Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde am Donnerstagmorgen eine Polizeistreife gerufen. In der Gelderner Innenstadt, Bereich Schloßstraße, war um kurz nach 8 Uhr ein Rehbock gesichtet worden.
Immobilisator
"Immobilisator" nennt man in der Fachwelt die Experten, die mit Luftdruckgewehr oder Blasrohr wildlebende oder entlaufene Tiere betäuben, um sie einfangen, untersuchen oder markieren zu können. (Quelle: Brandenburgische Forstnachrichten)
Wie die Polizei berichtete, war durch das frei umherlaufende Tier offenbar der Straßenverkehr gefährdet. Bei der Suche nach dem Tier stellte sich schließlich heraus, dass der Rehbock in ein bewachsenes und eingezäuntes Grundstück an der Schloßstraße in Geldern gesprungen war.
Betäubung war nicht möglich
Um zu verhindern, dass das Tier wieder aus dem befriedeten Grundstück in einem Wohngebiet ausbrechen und damit weitere Straßenverkehrsgefährungen verursachen würde, wurde ein "Immobilisator" hinzugezogen. Der Fachmann sollte den Rehbock betäuben.
Nach Prüfung des Geländes durch den Experten, wurde die Möglichkeit zur Betäubung allerdings ausgeschlossen. Mit einem gezielten Schuss erlegte der Mann daraufhin das Tier, das anschließend an den zuständigen Jagdaufseher übergeben wurde.
Warum das Tier sich überhaupt in das innerstädtische Wohngebiet verirrte, bleibt ein Rätsel. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde durch das freilaufende Tier jedoch kein Schaden angerichtet.
Wie es dazu kam und noch mehr Einzelheiten lesen Sie am Freitag in der Rheinischen Post.
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