Straelen: RP lädt ein: Närrisches Spitzentreffen
VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 02.02.2010 - 17:34Straelen (RPO). Jecke Abordnungen aus acht Orten waren auf Einladung der Rheinischen Post nach Straelen gekommen. In der Begegnungsstätte der Stadthalle lief ein buntes Programm ab.
Die Kevelaerer haben zwar seit der Jahrtausendwende keinen Prinzen mehr. Das tut ihrem närrischen Elan jedoch keinen Abbruch. Die Delegation des VfR Blau-Gold bewies das gestern eindrucksvoll beim RP-Prinzenempfang.
Mit den Liedern von Karin Raimondi ("Attacke") brachten die Gäste aus der Wallfahrtstadt reichlich Stimmung von der Bühne in den Saal. Jeder Prinz wolle an ihre Jacke, sagte die Sängerin dem RP-Reporter und zeigte auf ihre mit Ansteckern übersäte Bekleidung.
Rockige Klänge
Jecke Abordnungen aus acht Orten gaben sich in der Begegnungsstätte der Straelener Stadthalle ein Stelldichein. Und jede sorgte dafür, dass rund drei Stunden lang ein buntes Programm ablief. Natürlich zeigte die Straelener Prinzessinnengarde bei ihrem Heimspiel, was sie sängerisch und tänzerisch drauf hat. Dem Gardelied ganz zu Anfang folgte später der Gardetanz zu Bläck-Fööss-Liedern und rockigen Klängen.
Die Tollitäten
Prinzessin Birgit I.
Geldern Prinzessin Katja III., Prinz Sean I.
Kapellen Prinz Gedeon I., Hofdamen Lisa I. und Isabelle I.
Hartefeld Prinz Walter I.
Veert Prinzessin Thea I.
Weeze Prinzessin Michelle I., Prinz Thorben I.
Issum Prinz Pökske
Prinz Pökske aus Issum hat es als Schwein zwar nicht so sehr mit Live-Darbietung, doch seine Begleitmusik "Einmal Prinz zu sein" war schon schön genug. Die Weezer Garde in ihren dunkelgrünen Kostümen wirbelte, was das Zeug hielt.
Gelderns Prinzenpaar grüßte die Zuhörer in Versform und sang zu "Life is live". Hartefelds Gardisten kamen um eine Zugabe nicht herum, bei der ihr Prinz persönlich den Schweiß von den Stirnen tupfen musste. Das Kapellener Dreigestirn verriet im zum Schunkeln animierenden Prinzenlied einiges über sich selbst, bevor die drei Gardemädchen die Beine schwangen.
Das alles wurde mit vielen "Helau"-Rufen garniert. Die Jecken ließen sich gegenseitig hochleben, dankten den Straelenern für die Gastfreundschaft und der RP für die Einladung. RP-Redaktionsleiterin Corinna Kuhs und ihre Kollegen wurden mit Orden überhäuft. Schnell hatten sich die Karnevalisten in Grün, Blau, Rot und Weiß an Tischen und Stehtischen vermischt. Das ganze jecke Gelderland war so für ein paar Stunden in der Blumenstadt vereint.
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