Geldern: Ruwel: Betrieb bis Ende des Jahres
zuletzt aktualisiert: 18.07.2009Geldern (RPO). Der insolvente Leiterplattenhersteller Ruwel gewinnt Zeit für die Suche nach einem Investor. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, soll der Geschäftsbetrieb bis Ende des Jahres weitergehen.
"Es wäre eine Schande, ein seit Jahrzehnten am Markt etabliertes Unternehmen mit ordentlich gefüllten Orderbüchern zu schließen und auch alle verbliebenen Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit zu schicken", sagte Insolvenzverwalter Horst Piepenburg, der die Ruwel GmbH seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai des Jahres in Eigenregie führt. Voraussetzung dafür seien die "seitdem durchgängig erwirtschafteten ausgeglichenen Ergebnisse". Ruwel hat sich von der Hälfte der Belegschaft getrennt. "Unsere Kunden haben erkannt, dass ein Ausscheiden eines Qualitätslieferanten wie Ruwel weit reichende strategische Auswirkungen auf ihre Zuliefersicherheit in Europa haben würde", sagt Piepenburg über den Auftragseingang.
Darüber hinaus profitiere Ruwel von Lieferproblemen einiger Wettbewerber "aufgrund von Qualitätsdefiziten oder zu langer Lieferzeiten", da diese ihre Kapazität zu drastisch gekürzt hätten. In Geldern hingegen habe man "freie Kapazität und eine enorm motivierte, flexible Truppe". Möglich sei, dass "der ein oder andere" frei gestellte Mitarbeiter zurückgeholt werde.
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